Präsident der Spielergewerkschaft NFLPA: DeMaurice Smith. - Bildquelle: imagoPräsident der Spielergewerkschaft NFLPA: DeMaurice Smith. © imago

München/Los Angeles - Da sich der endgültige Cap Space für die kommende Saison wohl um die 180 Millionen US-Dollar einpendeln soll, haben einige Teams damit zu kämpfen, mit ihren bestehenden Verträgen unter diese Grenze zu kommen. 

Kaderveränderungen drohen

Ein gängiges Mittel sind dabei neben der Umstrukturierung von Verträgen auch mögliche Entlassungen von Spielern, die sich in ihrem letzten Vertragsjahr befinden. Es wird zudem davon ausgegangen, dass einige Free Agents in der kommenden Transferperiode mit reduzierten, finanziellen Angeboten als in den Jahren zuvor rechnen müssen. 

Dem stellt sich nun einem Bericht von "ESPN" zufolge der Präsident der Spielergewerkschaft (NFLPA), DeMaurice Smith, entschieden entgegen. In einem Appell an die Berater und Agenten der Spieler fordert er, dass sich diese gegen die Maßnahmen der Teams vereinen. 

So soll Smith einer Runde von Spielerberatern nahe gelegt haben, dass die Team-Besitzer aus der besonderen Cap-Situation aufgrund der anhaltenden Pandemie kein Profit schlagen dürfen. Demnach müssten die Berater zusammen arbeiten, damit die Spieler seitens der Teams nicht unter Wert verpflichtet und mit möglicherweise schlechter dotierten Verträgen ausgestattet werden. 

Angebote sollen verglichen werden

Anders als üblich soll Smith die Berater deshalb gebeten haben, sich nach Eingang eines Angebots an das "Cap Department" der NFLPA zu wenden, um die unterschiedlichen Angebote miteinander vergleichen zu können. Damit soll sicher gestellt werden, dass die individuellen Spieler den bestmöglichen Deal bei jedem Team erhalten. 

Während den Teams aufgrund der Liga-Regularien verboten ist, sich mit anderen Kontrahenten über mögliche Angebote an Spieler auszutauschen, steht es den Spielern hingegen frei, sich mit Kollegen über den persönlichen Marktwert zu unterhalten. 

Die fehlenden Zuschauereinnahmen während der Pandemie sorgen auch in den kommenden beiden Jahren für eine Einschränkung des Cap Space. Die Verluste der Saison 2020 soll auf Drängen der NFLPA jedoch auf möglichst viele Jahre aufgeteilt werden, um einen gewaltigen Sprung im Gehaltsgefüge zu vermeiden. 

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