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München - Week 1 der Preseason ist gespielt.

Natürlich ist es noch zu früh, um die Leistungsstärke der Teams abschließend einzuschätzen zu können.

Und doch gab es bereits einige Hinweise, wie die kommende NFL-Saison für das eine oder andere Team oder einzelne Spieler verlaufen könnte.

ran.de hat fünf Erkenntnisse aus der Week1 der Preseason zusammengefasst.

  • Die Bears sind schlecht, richtig schlecht

Die Chicago Bears sind eine Franchise mit langer Geschichte und vielen Fans weltweit. Vieles deutet aber daraufhin, dass das Team den Anhängern auch in der kommenden Saison wenig Freude machen wird. Zumindest, wenn sie so spielen wie am ersten Preseason-Spieltag.

Quarterback Jay Cutler wirkte bei der 0:22-Pleite gegen die Denver Broncos im eigenen Stadion lustlos. Auch seine Vertreter Bryan Hoyer, David Fales und Connor Shaw machten keinen viel besseren Eindruck. Insgesamt gelangen den vier Quarterbacks der Bears nur 82 Yard Raumgewinn.

Zur Verteidigung der Quarterbacks muss man allerdings sagen, dass sie auch relativ wenig Schutz durch die Offensive Line bekamen. Gleich sieben Sacks mussten die Spielmacher hinnehmen, Fales wurde sogar für einen Safety in der Endzone zu Boden gebracht.

64 Yards verloren die Bears durch die Sacks insgesamt. Dem stehen mickrige 48 Yards Raumgewinn durch Laufspiel gegenüber. Dem zu den New York Jets abgewanderten Matt Forte trauern die Fans bereits jetzt hinterher, Jeremy Langford tat sich in der Nummer-1-Rolle extrem schwer.

Die Bears blieben nicht nur als einziges Team in den ersten Spielen ohne Touchdown, sondern ganz ohne Punkte. In der vergangenen Saison kamen die Bears auf eine Bilanz von 6-10. Dies zu wiederholen erscheint in dieser Spielzeit schon ein Erfolg.

  • Brock Osweiler enttäuscht

Seine erste echte Bewährungsprobe hatte Brock Osweiler in der vergangenen Saison, als er den schwächelnden und verletzten Peyton Manning bei den Denver Broncos für sieben Spiele als Starter ersetzte.

Der 2,02-Meter-Mann machte seinen Job gut und verbuchte eine 5-2-Bilanz. Den Beweis, ein echter Überflieger und Franchise-Quarterback zu sein, konnte Osweiler aber nicht erbringen und musste in den Playoffs den Platz auch wieder für Altmeister Manning räumen.

Die Broncos ließen den 25-Jährigen ziehen, die Houston Texans statteten ihn mit einem Vierjahres-Vertrag über 72 Millionen Dollar aus. Nun muss Osweiler beweisen, dass er das Geld wert ist.

Zumindest in der ersten Woche der Preseason blieb er diesen Beweis schuldig. Wie zuletzt in Denver hatte er beim 24:13-Sieg über die San Francisco 49ers Probleme, Punkte auf das Scoreboard zu bekommen.

Obwohl Osweiler über einen starken Arm verfügt, kam er nur auf 27 Passing Yards und scheiterte mehrfach bei Third Downs. Stattdessen stahl ihm der neue Running Back Lamar Miller die Show.

  • Die Cowboys haben einen starken Quarterback…

…und hier geht es nicht um Tony Romo! Rookie Dak Prescott - in der vierten Runde an Position 135 von den Cowboys gedrafted - machte beim ersten Preseason-Spiel einen hervorragenden Eindruck.

Zehn von zwölf Pässen brachte der 23-Jährige bei der 24:28-Niederlage gegen die Los Angeles Rams an den Mann, er verbuchte 139 Yards Raumgewinn und zwei Touchdowns.

In der letzten Saison war Dallas vor allem daran gescheitert, dass Romo sich gleich zweimal am Schlüsselbein verletzte und nicht ersetzt werden konnte. Nun scheint "America's Team" einen starken Backup zu haben, der Romo in absehbarer Zeit auch beerben könnte.

  • RG III kann es noch - aber hat Luft nach oben

Robert Griffin III blieb aufgrund von Verletzungen der große Erfolg bei den Washington Redskins versagt. Nun nimmt der ehemalige Heisman-Trophy-Gewinner einen neuen Anlauf bei den Cleveland Browns.

Gleich im ersten Preseason-Spiel gegen die Green Bay Packers zeigte der 26-Jährige, dass er es noch kann. RG III passte spektakulär zu Terrelle Pryor und ließ die wahrlich nicht erfolgsverwöhnten Browns-Fans mit seiner 49-Yard-Bombe hoffen.

Allerdings gelang Griffin III im Anschluss nicht mehr so viel, die Browns verloren mit 11:17. Um an seine großartigen Leistungen aus der Rookie-Saison 2012 anzuschließen, muss sich RG III noch steigern.

  • Die Titans haben ein bärenstarkes Backfield

Vor allem das Laufspiel der Tennessee Titans scheint deutlich verbessert, DeMarco Murray könnte an seine vorletzte, bärenstarke Saison bei den Dallas Cowboys anschließen.

Beim 27:10 überrannten die Titans die San Diego Chargers förmlich. Murray trug einen Touchdown über 71 Yards in die Endzone. Bishop Sankey lief über 41 Yards zum Touchdown, Rookie Derrick Henry verbuchte bei zehn Versuchen 74 Yards Raumgewinn und einen Touchdown.

Dieses Backfield dürfte die gegnerische Teams vor ziemliche Probleme stellen. Und dann ist da noch Quarterback Marcus Mariota, der sich in seiner zweiten Saison auch nochmals steigern dürfte.

Christian Stüwe

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