Quarterback-Rating: 140,1 - Bildquelle: ImagoQuarterback-Rating: 140,1 © Imago

München/New York - "Daniel Jones wird nicht in der Lage sein, die hohen Erwartungen zu erfüllen. In New York wird er immer im Schatten von Jets Quarterback Sam Darnold stehen. Für mich ist Daniel Jones höchstens ein Spielerprojekt, den man in der sechsten Runde wählen kann."

Ein hartes Urteil des "Fox Sports"-Experten Skip Bayless, einen Tag, nachdem die New York Giants Daniel Jones an sechster Stelle im NFL-Draft gewählt hatten.

 

Daniel Jones beweist sich als NFL-Quarterback

Skip Bayless zählte zu jenem Großteil der Beobachter, die Jones für nicht spielbereit und als einen zu hohen Draft-Pick abstempelten.

Seine Statistik im College sei nicht stark genug (im letzten College-Jahr: 2674 Yards, 22 Touchdowns, neun Interceptions) und mit Duke habe er zu wenige Siege geholt (15 aus 32 Spielen).

Aber: Viele vergessen dabei, das Duke keine gute Offensive hatte und Jones es quasi alleine richten sollte. Dabei half es sicherlich nicht, dass seine Receiver 2018 laut "Pro Football Focus" für 36 Drops verantwortlich waren.

Der 22-Jährige überzeugt in der Preseason

Jones' Reaktion auf die Kritiker: "Es wäre gelogen zu sagen, dass ich die Kritik nicht mitbekommen habe, gleichzeitig verschwende ich keine Gedanken an solche Kommentare." Eine Art Durchhalteparole.

Viel wichtiger war aber ohnehin Jones' Antwort auf dem Platz - und die war deutlich: In drei Preseason-Spielen brachte der 1,96 Meter große Signal-Caller 25 seiner 30 Pässe für 371 Yards und zwei Touchdowns an - eine Statistik, die sich sehen lassen kann.

Jones bewies in den Spielen Ruhe in der Pocket, Genauigkeit und fand oft, auch unter Druck, einen offenen Receiver. Der Absolvent der Duke-Universität hinterließ einen bleibenden Eindruck bei Coach Pat Shurmur: "Es ist an der Zeit, die Leute zu fragen, die Daniel kritisierten, was sie jetzt von ihm halten."

Startet Jones am ersten Spieltag?

"Wenn es soweit ist, wird Daniel spielbereit sein, wir haben noch ein paar Wochen Zeit, bevor es zu den Dallas Cowboys geht", ergänzte der Tainer. Ein Hinweis, dass Jones in Woche eins gegen die Dallas Cowboys zum Einsatz kommt? 

Zumindest auf dem Papier, im offiziellen Depth Chart, heißt der Starting-Quarterback: Eli Manning. Zugegeben, die besten Jahre des 38-Jährigen gehören der Vergangenheit an, im Preseason-Spiel gegen die Cincinnati Bengals spielte er, wie so oft, souverän, aber nicht überragend.

Jones, der 16 Jahre jünger ist, weist mehr Wurfkraft auf und kann die Defensiven der Liga mit tiefen Würfen bestrafen.

 

Beim Combine lief Jones die 40-Yards in 4,8 Sekunden, bringt also auch mehr Beweglichkeit und Athletik als Eli Manning mit.

Eine Entscheidung, wer den ersten Snap der regulären Saison empfängt, wird es wohl erst in den kommenden Wochen geben.

Aber eins steht fest: Daniel Jones ist bereit.

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