Jakob Johnson träumt von Spiel in Deutschland - Bildquelle: GettyJakob Johnson träumt von Spiel in Deutschland © Getty

Köln - Der deutsche Football-Profi Jakob Johnson wünscht sich sehnlichst ein NFL-Spiel seiner New England Patriots in Deutschland. "Ich versuche, jeden hier im Gebäude zu bearbeiten, dass die Patriots den Zuschlag erhalten - weil ich denke, dass das der entscheidende Schritt ist", sagte der Fullback aus Stuttgart am Dienstag in einem Videocall.

Die National Football League hatte zuletzt ein Spiel auf deutschem Boden für spätestens 2023 in Aussicht gestellt. "Wir haben gesehen, was die Spiele in England für den Sport bedeutet haben", betonte Johnson, der als einziger Deutscher neben Amon-Ra St. Brown den Sprung in einen 53er-Kader geschafft hatte. "Wie dort die Begeisterung gestiegen ist - und da sind bestimmt 50 Prozent der Leute aus Deutschland angereist."

Die Begeisterung in Deutschland sei so groß, "dass ein Spiel wirklich den Fans zeigen kann, dass die NFL zuhört. Dass die NFL sieht, wie wichtig der Sport hier ist, wieviele Fans sich hier die Nächte um die Ohren schlagen."

Jakob Johnson: In Stuttgart nicht mehr unerkannt

Johnson hat seinen Urlaub in seiner Heimat Stuttgart verbracht, wo er sich spätestens seit seinem ersten NFL-Touchdown in der Vorsaison nicht mehr anonym unter die Leute mischen kann: "Ich habe gedacht, dass ich weiter mit meinen Jungs am Hans-im-Glück-Brunnen abhängen kann - aber da werde ich jetzt doch häufiger erkannt und angesprochen." 

Über die Erleichterung, es in den 53er-Kader der Patriots geschafft zu haben, sagte der 26-Jährige, dass die Angst vor dem Cut einen Großteil der Motivation in New England ausmache: "Ich glaube, dass hier jeder das Gefühl hat, dass sein Job hier nie sicher ist, um dann die beste Leistung aus sich herauszuholen. Jeden Tag hier musst du neu aus dir herausholen."

Generell würde man eher auf passive Art und Weise erfahren, dass man es in den Kader geschafft hat. Keine Nachricht sei eine gute Nachricht: "Du erfährst, dass du im Kader bist, wenn dir nicht gesagt wird, dass du nicht im Kader bist."

Jakob Johnson: Entlassung von Cam Newton ohne großen Einfluss

Auch im Bezug auf die Entlassung von Cam Newton betonte er das spezielle Patriots-"Mindset". Solche Momente würden zeigen, dass man nie sicher sei. Er versuche, seinen Kreis hier "klein zu halten" und sich nicht zu viele Gedanken über die Entlassungsprozesse zu machen. 

Umstellen müsse er sich aufgrund des Spielmacher-Wechsels ebenfalls nicht. "Die Quarterbacks arbeiten alle auf einem so hohen Niveau, dass ich da keinen großen Unterschied merke", so der Fullback, der vermehrt mit den Running Backs arbeite. 

Für den Schwaben kann die Saison also losgehen. Vor allem auf die Fans in Foxborough freue er sich. Vorerst reist er mit dem Team allerdings nach Miami zum Saisonauftakt.

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