Free Agent Kirk Cousins wird von mehreren NFL-Teams gejagt - Bildquelle: 2017 Getty ImagesFree Agent Kirk Cousins wird von mehreren NFL-Teams gejagt © 2017 Getty Images

New York/München - Am Mittwoch um 21 Uhr deutscher Zeit bricht in der NFL das neue Liga-Jahr an. Damit verbunden gibt es traditionell eine Flut an Spielerwechseln und Entlassungen. ran.de erklärt, worauf ihr euch einstellen könnt.

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Was genau passiert am 14. März?

Ab 16 Uhr New Yorker Ortszeit läutet die NFL die neue Saison ein. Zu diesem Zeitpunkt laufen die Verträge der Spieler aus, die nicht über die Saison 2017 hinaus an ihre Franchises gebunden sind.

Diese Spieler werden von da an sogenannte Free Agents, die sich ihr nächstes Team aus eigenen Stücken aussuchen dürfen.

Bereits zuvor ausgehandelte Trades dürfen erst an diesem Tag offiziell gemacht werden. In der Regel wird in den ersten Stunden nach Ablauf der Deadline eine ganze Reihe an zuvor verhandelten Wechseln verkündet.

Was müssen die Teams bis zum 14. März erledigt haben?

Ab dem 12. März haben die Teams die Möglichkeit, mit vertragslosen Spielern anderer Franchises Kontakt aufzunehmen und gegebenenfalls Verträge auszuhandeln. Offiziell werden mögliche Wechsel jedoch erst ab dem 14. März.

Abseits von Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen haben die Teams bis dahin einige Hausaufgaben zu erledigen. So sind die NFL-Franchises dazu verpflichtet, bis 16 Uhr New Yorker Zeit den Anforderungen des Salary Caps zu entsprechen. Das heißt: Kein Team darf zu diesem Zeitpunkt mehr Geld für seinen 51-Mann-Kader bezahlen, als es die offizielle Gehaltsobergrenze von 177,2 Millionen Dollar vorschreibt.

Ebenfalls bis dahin müssen die Teams möglicherweise vorhandene Optionen in den Verträgen ihrer Spieler ziehen, um diese gegebenenfalls länger an die Franchise zu binden.

Bei Restricted Free Agents haben die Verantwortlichen des ursprünglichen Teams für gewöhnlich ein Vorrecht auf deren Spieler. Dieser darf zwar mit anderen Teams verhandeln, bleibt aber für den Fall, dass seine alte Organisation das Angebot an die Offerten der Konkurrenz angleicht, seiner Heimat erhalten.

Wollen sich die Teams die Möglichkeit offen halten, mit den Angeboten der Konkurrenz mitzuziehen, sind sie verpflichtet, bis 21 Uhr deutscher Zeit ein sogenanntes "Qualifying Offer" zu hinterlegen.

Ähnlich verhält es sich mit Spielern, die aufgrund von Verletzungen oder Sperren weniger als drei gewertete Vertragsjahre vorweisen können. Wollen sich die Franchises auch hier einen Vorteil in den Verhandlungen sichern, müssen sie ihren Spielern bis zur Deadline einen "Minimal-Gehaltstender", also ein Vertragsangebot zum Mindestgehalt angeboten haben.

Was hat sich in diesem Jahr bereits getan?

Trades, also Spielerwechsel zwischen den Teams, dürfen bereits vor dem 14. März ausgehandelt werden. Diese können im Hintergrund schon final verhandelt worden sein, werden aber erst zum neuen Liga-Jahr offiziell.

Das trifft in einer ganzen Reihe von Spielertransfers in dieser Saison unter anderem auf Quarterback Alex Smith zu, dessen Wechsel zu den Washington Redskins bereits vor über einem Monat verkündet wurde. Auch die Trades von Wide Receiver Jarvis Landry und Quarterback Tyrod Taylor zu den Cleveland Browns werden erst ab dem Mittwoch wirksam.

Spieler, die vor der Deadline von ihren Teams entlassen wurden, sind hingegen nicht an feste Wechselfenster gebunden. So konnte der zuvor freigestellte Richard Sherman sich bereits mit den 49ers treffen und letztlich auch in San Francisco unterschreiben.

Welche Teams sind zu beachten?

Vor der Deadline am 14. März gilt es im Hinblick auf die Gehaltszahlungen der Teams zwei Extreme zu beachten.

Teams wie die New York Jets und Cleveland Browns zahlen nach wie vor deutlich weniger Gehalt an ihre Spieler als erlaubt. Folglich haben diese Organisationen gute Möglichkeiten, Free Agents mit gut dotierten Verträgen zu locken, ohne gegen die Regeln des Salary Caps zu verstoßen.

Anders verhält es sich mit dem amtierenden Champion Philadelphia Eagles und den Miami Dolphins. Beide Franchises würden nach aktuellen Hochrechnungen mehr an ihren 51-Mann-Kader zahlen, als es die Regeln erlauben.

Die Dolphins liegen laut "Spotrac" im Moment gut drei Millionen Dollar, die Eagles sogar knapp elf Millionen Dollar über der Gehaltsobergrenze. Sollten diese Angaben stimmen, sind beide Organisationen bis zum 14. März noch gezwungen, Spieler zu entlassen, um Gehaltskosten zu sparen

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