Alistair Kirkwood ist Boss von NFL UK. - Bildquelle: 2017 Getty ImagesAlistair Kirkwood ist Boss von NFL UK. © 2017 Getty Images

London - Die London Games waren auch im Jahr 2019 ein Erfolg für die NFL. UK-Boss Alistair Kirkwood spricht im Exklusiv-Interview mit ran.de über die Chancen zur Austragung von NFL-Spielen in Deutschland und erklärt, was nötig ist, damit es dazu kommt.

ran.de: Wie fällt ihr Resümee nach den diesjährigen London Games der NFL aus?

Alistair Kirkwood: Wir sind insgesamt sehr zufrieden. Alle vier Spiele waren ausverkauft. Und wir bekommen sehr positives Feedback von den Fans nach ihrem Stadionbesuch.

ran.de: Wie sehen die Teams die London-Spiele? Die Anreise ist weit…

Kirkwood: Wir bekommen auch von den Teams sehr positives Feedback - übrigens auch von den Teams, die hier verloren haben. Es ist für die Spieler und Trainer ein besonderes Erlebnis, die Atmosphäre hier ist außergewöhnlich.

ran.de: Sind Sie zufrieden mit der neuen Kombination aus den beiden Stadien Tottenham und Wembley?

Kirkwood: Wir bekommen hier das Beste aus beiden Welten: In das Wembley-Stadion passen 85.000 Zuschauer, 25.000 mehr als bei den Spurs. Dafür müssen wir in Tottenham weniger hinter den Kulissen arbeiten, da das Stadion dort schon auf unsere Bedürfnisse angepasst ist. Wembley mit seiner Historie und Tottenham mit seiner modernen Technologie sind eine sehr gute Kombination. Seit wir vier Spiele in London haben, sind die Anforderungen an die Zeitplanung gestiegen - in Bezug darauf, wann die NFL möchte, dass die Spiele stattfinden und darauf, wann die Stadien hier zur Verfügung stehen. Mit zwei Stadien sind wir diesbezüglich deutlich flexibler.

ran.de: Wird das Setup nächstes Jahr so bleiben - mit zwei Spielen in Wembley und zwei in Tottenham?

Kirkwood: Ja.

ran.de: Was ist der nächste Schritt bezüglich NFL-Spielen außerhalb USA?

Kirkwood: Ich entscheide das nicht, aber ich bin der Meinung, dass es für Deutschland großartig wäre, ein NFL-Spiel auszurichten. Ich bin begeistert von den deutschen Fans.

ran.de: Was muss passieren, damit es dazu kommt?

Kirkwood: Es müssen grundsätzlich genügend Spiele, die außerhalb der USA stattfinden, zur Verfügung stehen. Und es muss für alle passen. Solche Spiele zu bekommen ist nicht einfach. Hinter den Kulissen muss viel Überzeugungsarbeit geleistet werden, damit ein NFL-Team eines seiner Heimspiele aufgibt. Sie haben ja nur acht Heimspiele. 

ran.de: Das dürfte vor allem ein finanzieller Aspekt sein…

Kirkwood: Nicht nur das. Es geht auch um deine Fans. Man hat nur acht Heimspiele pro Saison. Das ist nicht viel. Das ist nicht wie in der Fußball-Bundesliga in Deutschland. Aber meiner Meinung nach gibt es keine Zweifel daran, dass wir ein Spiel in Deutschland machen sollten. Es wäre mit Sicherheit eine tolle Atmosphäre und ein großer Erfolg. Ich glaube, dass es nur eine Frage der Zeit ist - nicht, ob es passiert.

ran.de: Wann wird es soweit sein?

Kirkwood: Das kann ich leider nicht sagen. Ich weiß es nicht. Aber wenn ich dafür stimmen könnte, würde ich es tun.

Das Gespräch führte Michael Gerhäußer

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