Urban Meyer setzt im Training auf Eins-Gegen-Eins-Drills. - Bildquelle: imagoUrban Meyer setzt im Training auf Eins-Gegen-Eins-Drills. © imago

München - Bei den Jacksonville Jaguars hat sich in der Offseason einiges getan. Der neue Head Coach Urban Meyer soll endlich Kontinuität auf die Trainerbank bringen und im Draft wurde mit dem ersten Pick Trevor Lawrence als Quarterback der Zukunft ausgewählt.

Generell erfuhr das Roster in Jacksonville über die vergangenen Jahre eine Generalüberholung und ist mit vielen vielversprechenden Talenten gespickt. Um die Intensität im Training hochzuhalten, hat Meyer eine spezielle Herangehensweise, um bei der anstehenden Rosterverkleinerung von 90 auf 53 Spieler die Entscheidungen zu treffen. 

Wer keine Drills gewinnt, hat schlechte Karten

So veranstalteten die Jaguars am Mittwoch erstmals seit Start des Training Camp einen Eins-gegen-Eins-Drill, bei denen die Siege und Niederlagen der einzelnen Spieler aufgezeichnet werden. So soll es für die Spieler auch selbst ein Anreiz sein, nicht zu der Gruppe der "Loser" zu gehören. 

"Wenn es um die Verkleinerung des Kaders geht, glaube ich nicht an Subjektivität", erklärte Meyer gegenüber "ESPN": "Ich glaube daran, was die Statistik sagt. Du bist deine Statistik. Wenn du viel verlierst, aber viel Potenzial hast, ist das trotzdem nicht gut", so der ehemalige College-Star-Coach knallhart. 

Wie er erklärt, habe er ein ähnliches System bereits am College angewandt, um festzustellen, welche Spieler das Zeug zum Starter haben. Da er am College jedoch keinen Kader verkleinern musste, sei es auch für ihn eine neue Erfahrung. 

Meyer vertraut auf Statistik - Spieler sehen den Vorteil

"Es geht einfach um die Zahlen. Es wird immer gesagt, dass Statistiken etwas für Loser sind. Ich sage: Loser sagen, dass Statistiken für Loser sind", erklärte der Übungsleiter seine Herangehensweise: "Da geht es um die gesamte Mentalität, so zu denken."

Da die jeweiligen Gewinner und Verlierer über die Lautsprecher am Trainingsplatz kundgegeben werden, wissen auch die Spieler zu jeder Zeit über ihre Zahlen Bescheid. Wie es scheint, kommt die strenge Behandlung bei den Spielern jedoch gut an.

"Es fördert auf jeden Fall die Kompetitivität", erklärte Defensive End Dawuane Smoot: "Wir wollen ja alle, dass unsere Namen auf dem großen Feld im Stadion zu hören sind. Wenn man dann seinen Namen auf dem Trainingsplatz hört, ist es großartig", so der Verteidiger.

Bis zum 31. August haben die Jaguars-Spieler noch Zeit, ihre persönliche Statistik aufzubessern. Dann muss Coach Meyer entscheiden, welche Spieler er für den 53-Mann-Kader in der Saison 2021 nominiert. 

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