Befürworter der Taunting-Strafe: Ron Rivera - Bildquelle: ImagoBefürworter der Taunting-Strafe: Ron Rivera © Imago

München/Washington D.C. - "Unsportsmanlike Conduct, Taunting". Das hörten die Fans in der NFL von Schiedsrichtern aus ihrer Sicht viel zu oft. Die Liga hat die Regeln zum Verhöhnen eines Gegenspielers deutlich verschärft.

Diese Maßnahme stieß auf nicht viel Gegenliebe, weder bei Spielern noch bei Experten. Doch Head Coach des Washington Football Team, Ron Rivera, hielt am Dienstag ein ausführliches Plädoyer für diese Regel.

Rivera: "Versuchen, Schlägereien zu vermeiden"

Bei der Medienrunde am Dienstag sagte Rivera: "Es geht hier um die größeren Dinge. Wir hatten ein Beispiel: Ein Spieler verhöhnt einen anderen, beim nächsten Play gibt es dann eine Rache und als nächstes hat man eine riesige Schlägerei. Das ist, was die Schiedsrichter zu verhindern versuchen", erklärt Rivera.

"Wir haben alle ein Tape bekommen, wo erklärt wird, was Taunting ist und was nicht. Das macht schon alles Sinn." Rivera outet sich damit, im Gegensatz zu den meisten seiner Spieler wohl, als Befürworter der Regel.

"Es soll einfach niemand so sehr provoziert werden, dass dieser sich einen Racheplan im nächsten Play zurechtlegt", fährt Rivera fort. "Wir sind Vorbilder, ob wir wollen oder nicht."

Exzessives Jubeln will Rivera nicht verbieten - Erinnerungen an 2015

Jubeln will der Head Coach ganz sicher nicht verbieten. "Ich bin der Letzte, der gegen das Jubeln ist. Erinnert euch an 2015, als jeder genervt von uns war, weil wir Dabs und Superman-Jubel gemacht haben." Zur Erinnerung: Damals coachte Ron Rivera die Carolina Panthers, die mit dem polarisierenden Cam Newton 15-1 gingen und erst im Super Bowl scheiterten.

"Man will den Jungs ja nicht ihre Persönlichkeit nehmen. Die Defense fängt eine Interception und jubelt gemeinsam in der Endzone? Völlig okay. Mach deinen Tanz, deinen Dab, deinen Was-weiß-ich, mach es nur nicht in die Richtung von Jemandem. Hier wird niemand davon abgehalten, Spaß zu haben."

Zum Abschluss sagte der 59-Jährige: "Die meisten Leute genießen das Spiel und es gibt wenige Leute, die Schlägereien toll finden, aber das wollen wir nicht mehr. Wirklich nicht."

In Woche zwei gab es neun Strafen für "Taunting", das ist Höchstwert seit Einführung der Strafe bei einem NFL-Spieltag.

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