Aaron Rodgers stimmt dem vorgeschlagenen Tarif-Deal nicht zu. - Bildquelle: Getty / https://twitter.com/aaronrodgers12Aaron Rodgers stimmt dem vorgeschlagenen Tarif-Deal nicht zu. © Getty / https://twitter.com/aaronrodgers12

München - Nachdem Spielervertreter dem Vorschlag zum neuen Tarifvertrag zugestimmt und ihren Mitgliedern zur Abstimmung weitergereicht haben, hat Aaron Rodgers seine Ablehnung zu dem Vertragsentwurf erklärt.

Der Quarterback der Green Bay Packers, der bei der Wahl gegen den Vorschlag gestimmt hatte, begründet das Ganze nicht mit persönlicher Abneigung, sondern zieht die Stimmung in der Kabine zu Hilfe.

Auf Twitter schrieb der Superstar: "Ich habe letzte Nacht mit 'Nein' gestimmt. Meine Entscheidung basiert auf den Gesprächen, die ich mit meinen Mitspielern geführt habe, die ich vertreten soll. Dieser Deal betrifft jeden Spieler, der dieses Spiel jemals spielt, und wir müssen eine Entscheidung anhand einer abgekürzten Version des Deals treffen. Und diese ist nicht gut genug."

Rodgers will keine 17 Saisonspiele

Weiter begründete Rodgers seine Position: "Obwohl ich sehe, dass der Vorschlag viele Dinge enthält, die das Leben und die Betreuung vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger NFL-Spieler verbessert, gibt es Probleme mit anderen Punkten."

Vor allem die Ausweitung auf 17 Saisonspiele will der Quarterback nicht unterstützen: "16 Spiele waren für mich nie etwas, das zu verhandeln war. Die Besitzer haben ihre Position klar gemacht: Die Einnahmen aus dem 17. Saisonspiel sollen für die 'zusätzlichen Sozialleistungen' für die Spieler aufkommen", schreibt Rodgers.

Und genau hier liegt das Problem: Er sieht seine Position als Spieler nicht verstanden. Statt der verbesserten Absicherung für die Spieler erfolgt mit einem zusätzlichen Spiel "ein extra Risiko".

Aufgrund des zusätzlichen Risikos mit einem Spiel mehr und längeren Strecken vor und nach der Bye-Week während der Regular Season "halten wir es für wichtig, mehr Erholungszeit außerhalb der Saison zu haben". 

Sherman teilt die Meinung von Rodgers

49ers-Stars Richard Sherman nahm das Statement auf und gab seine Ablehnung zu dem Deal ebenfalls kund: "Gesundheit und Wohlbefinden unserer Männer ist immer der wichtigste Aspekt. Es gibt keinen Preis, den sie dafür zahlen können, und deshalb habe ich mit Nein gestimmt. Ich respektiere die Männer, die Teil dieser Diskussion waren und für ihre Mitspieler eingetreten sind."

Der Vertragsentwurf war mit 17:14 Stimmen von den Spielervertretern der 32 Klubs angenommen worden, es hatte eine Enthaltung gegeben. Nun wird er den rund 2000 Spielern zur Entscheidung vorgelegt. Eine einfache Mehrheit reicht.

Zur Saison 2021 muss ein neuer Tarfivertrag zwischen NFL, Teambesitzern und Spielern ausgehandelt sein, ansonsten droht eine Aussperrung der Spieler. Zuletzt hatten sich Liga, Besitzer und Spielergewerkschaft auf einen Vorschlag geeinigt, der nun den Spielern zur Abstimmung vorliegt.

Der neue Vorschlag beinhaltet unter anderem die Erweiterung der Regulären Saison auf 17 Spiele, die hitzig diskutiert wird.

Eine Übersicht über die Neuerungen sind nachzulesen in unserem Artikel: NFL-Teambesitzer stimmen CBA zu - Neuerungen des Vertragsentwurfs im Überblick.

Julian Reusch

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