Wie geht es mit Nick Foles weiter? - Bildquelle: 2019 Getty ImagesWie geht es mit Nick Foles weiter? © 2019 Getty Images

München/Philadelphia - Das Rätselraten um die Zukunft von Nick Foles in der NFL geht weiter.

Nachdem die Philadelphia Eagles ihre Option auf eine weitere Saison für 20 Millionen Dollar gezogen hatten, zog Foles die seinige. Er stieg aus dem Vertrag aus, kaufte sich für zwei Millionen Dollar die Freiheit.

CBA verhindert Trade nach Tag

Noch besteht aber die Möglichkeit für die Eagles, ihren Super Bowl-MVP vom Vorjahr zu halten. Mit dem Franchise Tag. Um ihn dann zu traden und für seinen Verlust einen Gegenwert zu erhalten.

Doch genaugenommen könnte das schwierig werden. Denn der Vertrag zwischen Liga und Spielergewerkschaft NFLPA, dem sogenannten "Collective Bargain Agreement" (CBA), sieht ein solches Verhalten nicht vor.

Laut "NBC Sports" heißt es in Artikel 4, Absatz 8b, dass "ein Klub, der das Angebot des Tags wahrnimmt, die Intention haben muss, den Spieler während der anstehenden Saison zu beschäftigen".

Heißt: Kein Franchise Tag, wenn es nur darum geht, Foles zu traden. Der Quarterback und sein Agent könnten rechtlich dagegen vorgehen.

Foles soll nicht in der NFC East landen

Mit dem Tag könnten die Eagles auch verhindern, dass Foles in der eigenen Division zwei Mal im Jahr gegen sie antreten könnte. Denn dies seien die Befürchtungen von Philadelphias General Manager Howie Roseman, wie mehrere Quellen aus dessen Umfeld berichten.

Vor allem die New York Giants werden in dem Hinblick genannt. Sollte Foles als Free Agent die Eagles verlassen, könnte er Eli Manning bei den Giants ersetzen. Um einen Abschied des zweimaligen Super Bowl-MVP Manning gibt es in New York immer wieder Gerüchte, zumal sich General Manager Dave Gettleman nach Saisonende nicht zu Manning bekannte.

Für die Giants spricht, dass Head Coach Pat Shurmur mit Foles bereits in den Spielzeiten 2013 und 2014 gearbeitet hatte, in denen Foles auf insgesamt 40 Touchdowns und 12 Interceptions in 18 Starts kam.

Laut "The Athletic" sind die Giants allerdings darauf aus, im Draft einen Nachfolger für Manning zu finden, statt dem bereits 30 Jahre alten Foles einen Vertrag über 20 Millionen Dollar pro Jahr vorzulegen.

Jaguars werden heiß gehandelt

So kristallisieren sich die Jacksonville Jaguars und Denver Broncos als Favoriten auf Foles' Dienste heraus. Die Jaguars hatte bereits "ESPN" ins Spiel gebracht und auch "The Athletic" geht auf die Cap-Flexibilität der Jaguars ein.

So sollen die Verantwortlichen bereits mit mehreren Spielern über eine mögliche Neustrukturierung der Verträge gesprochen haben. Unter anderem werden hierbei Calais Campbell, Marcell Dareus und A.J. Bouye genannt. Auch Entlassungen sind nicht ausgeschlossen.

Zudem spricht für den Klub aus dem Norden Floridas die Verpflichtung von John DeFilippo als neuem Offensive Coordinator. Unter DeFilippo gewann Foles den Super Bowl mit den Eagles.

Broncos entschieden sich einst gegen Foles

Allerdings sind auch die Broncos noch ein Thema. Nicht nur seit General Manager John Elway vom bisherigen Quarterback Case Keenum als "Kurzzeit-Lösung" sprach. Zwar gelten auch die Broncos als heißer Kandidat, um im Draft auf eine neuen Quarterback zu setzen, die Auswahl der Broncos war zuletzt jedoch von wenig Erfolg gekrönt.

So entschieden sich die Broncos 2016 in der ersten Runde für Paxton Lynch - ein Fehlgriff. Auch beim Jahrgang 2012 setzte der Klub aus der Mile High City in der zweiten Runde auf Brock Osweiler - und nicht Nick Foles. Der ging an 88. Stelle dann an die Eagles.

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