Jon Gruden war wohl nie wirklich interessiert daran, viel in einen Rookie-Qu... - Bildquelle: imagoJon Gruden war wohl nie wirklich interessiert daran, viel in einen Rookie-Quarterback wie Kyler Murray zu investieren und vertraut seinem Spielmacher Derek Carr. © imago

München/Oakland – Die Oakland Raiders gehörten im diesjährigen Draft zu den auffälligeren Franchises. Und das nicht nur während der Talenteziehung, sondern besonders auch in den Spekulationen vor dem großen Event in Nashville. Bei drei First Round Picks ist das nicht überraschend. Head Coach Jon Gruden schwärmte auch vor dem Draft vom späteren First Overall Pick Kyler Murray.

Die Aussagen des Head Coaches riefen reichlich Spekulanten auf den Plan. Viel war die Rede davon, dass die Oakland Raiders sich für einen Quarterback im Draft entscheiden könnten. Dass man Dwayne Haskins oder Drew Lock mit einem der drei First Rounder auswählt. Oder, dass man gar für den ersten Pick hoch tradet, um Murray zu ergattern – genug Pick-Material zum handeln wäre schließlich da gewesen. Gleichzeitig kamen plötzlich auch Trade-Gerüchte um Franchise-Quarterback Derek Carr auf.

Draft als Vertrauensbeweis für Carr

Die Realität sieht ganz anders aus. Gruden und General Manager Mike Mayock tradeten nicht von Nummer vier hoch. Und weder Haskins, noch Lock landeten in Oakland, obwohl zumindest letzterer von beiden an den ersten vier Picks der Raiders verfügbar gewesen wäre. Stattdessen wurde der Draft zum Vertrauensbeweis für Carr, der in sein sechstes Jahr als Starter in Oakland geht.

Intern war das Vertrauen in Carr von Seiten seines Head Coaches wohl bereits vor dem Draft vorhanden. Denn gegenüber NBC Sports tätigte Gruden nun Aussagen, die eher so klingen, als wären die Oakland Raiders nie wirklich daran interessiert gewesen, einen Ersatz für Carr im Draft zu holen.

Spekulationen gingen Gruden auf die Nerven

"Wir alle haben Murray geliebt. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir ihn auch auswählen", so Gruden über das Treffen mit dem ehemaligen Oklahoma-Star. Viel zu investieren, um Murray nach Oakland zu holen, war allerdings definitiv nie der Plan: "Wir haben nie daran gedacht, hoch an Nummer eins zu gehen. Wir haben auf Bosa und Williams geschaut, aber nicht auf Platz eins. Wir haben unsere Hausaufgaben, was die Quarterbacks betrifft, gemacht."

Besonders letztere Aussage klingt eher danach, dass Gruden und Mayock nicht davon überzeugt waren, dass ein Spielmacher aus dem Draft Derek Carr verdrängen könnte. Im Gegenteil äußerte Gruden sich eher genervt über die ständigen Spekulationen: "Ich habe auf NFL-Network einen Typen gesehen, der erst sagte, wir traden hoch, um Haskins zu nehmen. Dann sagte er, wir gehen hoch, um Lock zu nehmen. Dann, dass wir Carr traden. Ich verstehe das einfach nicht."

Vertrauen hin oder her: Carr muss jetzt liefern

Dabei darf durchaus spekuliert werden, wie lange die Raiders noch an Carr festhalten. Denn zumindest in den vergangenen zwei Saisons stagnierten die Leistungen des 28-Jährigen und bei einer Entlassung nach der kommenden Saison würden die Raiders immerhin 16 Millionen Dollar an Cap Space schaffen.

Alles in allem bleibt: Zumindest aktuell genießt Derek Carr die volle Rückendeckung der Franchise – und hatte diese wohl auch vor dem Draft inne. Allerdings muss auch Carr in der kommenden Saison mit neuen Waffen, wie Star-Receiver Antonio Brown oder Rookie-Running-Back Josh Jacobs liefern.

Denn auch die nächste Generation an Rookie-Quarterbacks hat vielversprechende Talente und Jon Gruden ist und bleibt immer für eine Überraschung gut – und dann beginnen die Spekulationen erneut.

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