Früher Teamkollegen, heute Freunde: Brett Favre und Aaron Rodgers. - Bildquelle: 2005 Getty ImagesFrüher Teamkollegen, heute Freunde: Brett Favre und Aaron Rodgers. © 2005 Getty Images

München – Für viele Superstars ist es nicht einfach, loszulassen. Die Erkenntnis muss meist erst reifen: Die Karriere geht dem Ende entgegen. 

Oft kommen dann noch die wenig subtilen Andeutungen hinzu: Die Verpflichtung potenzieller – und junger! – Nachfolger. Bei Brett Favre war es 2005 Aaron Rodgers, der ihm zu verstehen gab: Ich will deinen Job, ich will dich ablösen.

Zeichen der Zeit

Favre, zu dem Zeitpunkt schon eine lebende Packers-Legende, wusste natürlich, was das zu bedeuten hatte. 21 Jahre alt, talentiert, dazu Erstrundenpick. "Das hatte es in meiner Zeit bis dato kein Mal gegeben. Die Zeichen der Zeit waren bis zu einem gewissen Grad zu erkennen", so Favre. 

Klar war: Rodgers wird irgendwann seine Chance bekommen. Die ersten Gedanken: "Die Zeit ist gekommen. Ich wusste, dass diese Zeit kommen würde", so Favre. Er wusste aber auch: Am Ende entscheidet er durch seine Leistungen selbst, wie lange es bis zur Ablösung dauern würde: "Ich kontrollierte mein Schicksal. Nicht Aaron. Niemand anders."

Das Verhältnis zu Rodgers war schon damals besonders. "Wir waren starke Feinde", erinnert sich Favre. "Ich wollte mir den Arsch aufreißen, genauso wie er. Vor allem, wenn wir gegeneinander gespielt haben."

Trotzdem: Favre sagte nicht "Nein", wenn der junge Rodgers Fragen hatte, mit ihm Filmmaterial studieren wollte. Manche Dinge hat Rodgers übernommen, in sein Spiel, das sich freilich von Favres unterscheidet, übertragen.

Inzwischen sind sie Freunde

"Wir sind wirklich gut ausgekommen, als er 21, 22, 23 Jahre alt war. Dann haben sich unsere Wege getrennt. Heute ist er in meinen Augen herausragend, der beste Spieler der Liga", so Favre, der von 1992 bis 2007 eine Ära bei den Packers prägte. Seitdem ist es Rodgers, der die Geschicke auf dem Feld leitet. 

 

Favre: "Jetzt ist unser Verhältnis sehr gut, ich bin sehr froh darüber. Ich konnte eine andere Seite von ihm kennenlernen, eine private. Er ist jetzt an einem viel besseren Punkt in seinem Leben, und das ist gut für ihn und auch für die Packers."

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