Wird die NFL in Zukunft noch intrnationaler? - Bildquelle: Getty ImagesWird die NFL in Zukunft noch intrnationaler? © Getty Images

München/Green Bay - Gegen den Vorschlag der Teambesitzer auf eine Erweiterung der Regular Season von 16 auf 18 Spieltage rankt sich derzeit großer Widerstand.

DeMaurice Smith, Präsident der NFLPA, machte am Freitag bei "ESPN" die Haltung der Spielervereinigung deutlich: "Ich sehe einen Spielplan mit 18 Spielen unter keinen Umständen im besten Interesse unserer Spieler. Wenn jemand einen 18-Spiele-Vorschlag machen will, werden wir ihn uns anhören. Ich habe aber nichts gesehen, was mich glauben lässt, dass es gut für die Spieler wäre."

Und auch aus Reihen der Klubs häufen sich die Stimmen, die mit dem Vorschlag nicht zufrieden sind, aber auch einen Schritt weiter denken.

Allen voran Mark Murphy, der CEO der Green Bay Packers, der in der Vergangenheit an mehreren Anlässen sein Zuwiderhalten gegen die 18-Spiele-Regelung deutlich machte.

Nun wartet der 64-Jährige mit einen Kompromissvorschlag zur Wahrung der Interessen aller Beteiligter auf.

Mehr International Games, keine Zusatzbelastung

Die Beweggründe des Packers-Bosses liegen auf der Hand. Eine Erweiterung des Spielplans, um zusätzliche Einnahmen zu generieren, würde zulasten der Spieler gehen und die Gesundheit und Sicherheit der Spieler nur weiter gefährden. Ergo versucht Murphy einen Mittelweg zwischen dem Status quo und der Forderung der Team-Owner zu finden.

Sein Vorschlag: nicht 16 Spiele, keine Erweiterung auf 18, sondern 17 Spiele.

Gegenüber "ProFootballTalk" konkretisierte er seinen Plan. Neben den bisherigen 16 Spielen der Regular Season würde damit ein weiterer Spieltag hinzugefügt werden. Das spannende an Murphys Vorschlag: Spieltag 17 würde entweder auf neutralem Boden oder international ausgetragen werden. Ein reizvoller Ansatz, der den Expansions- und Gewinnmaximierungsplänen der Liga ebenfalls entsprechen könnte.

Nur eben nicht zu Lasten der Spieler. Denn neben dem zusätzlichen Spieltag würde gleichzeitig die Anzahl der Spiele in der Preseason auf drei reduziert werden, womit sich keine Erweiterung des bisherigen Spielplans und damit verbunden keine Zusatzbelastung für die Spieler ergeben würde.

18-Spiele-Lösung nicht fanfreundlich

Neben der Zusatzbelastung sieht Murphy ein weiteres Problem mit dem neuerlichen Kompromissvorschlag der Teambesitzer. Der Ansatz sieht vor, dass die NFL-Stars in zwei der 18 Partien zum Zusehen verdammt wären.

Dies wäre laut dem Packers-Boss nicht im Sinne der Fans und malte ohne Umschweife ein mögliches Szenario auf: Anhänger, die etwa unbedingt einmal Green Bays Quarterback Aaron Rodgers sehen wollten, könnten am Ende des Tages Tickets für eines der beiden Zusatzspiele erworben haben und dementsprechend in die Röhre schauen, wenn sie sich mit Rodgers Backup begnügen müssten.

Ein Szenario, dass sich problemlos auf alle anderen Klubs übertragen lässt. Die NFL würde an Reiz verlieren, zwei Spieltage pro Saison zum Zwangseinsatz des B-Teams der jeweiligen Klubs verkommen. Und das kann nicht im Interesse aller Beteiligter sein.

Daniel Kugler

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