Jon Gruden: Ohne Scouts in den Draft. - Bildquelle: 2018 Getty ImagesJon Gruden: Ohne Scouts in den Draft. © 2018 Getty Images

München – Die Oakland Raiders sind unter Jon Gruden immer für eine Überraschung gut. Das ist seit seinem Comeback so und wird sich wohl auch so schnell nicht ändern.

Denn auch vor dem Draft (ab dem 25. April live auf ProSieben MAXX und ran.de) sorgt der streitbare Head Coach für eine Kuriosität: Gemeinsam mit General Manager Mike Mayock hat er wenige Tage vor der Talentejagd seine Scouts nach Hause geschickt. Das berichtet NFL-Insider Ian Rapoport.

Auf den ersten Blick ist das nicht nur kurios, sondern für die Raiders auch ein Drama. Mayock und Gruden gehen mit drei Erstrunden-Picks (Nummer 4, 24 und 27) in den Draft, auf dem ein nicht unwesentlicher Teil des geplanten Umbruchs basiert. 

Keine Rückkehr vor dem Draft

Wichtige Entscheidungen stehen an, entscheidende, wegweisende, und die Raiders verzichten auf ihre Scouts, also auf wichtige Informationen in der wichtigsten Draft-Woche. Warum? Wie Rapoport berichtet, weil Gruden nicht wisse, wem er trauen solle. Deshalb wird von den Scouts auch niemand vor dem Draft zurückkehren.

Paranoia also? Diese Theorie wird von Mayocks Tochter Leigh gestützt, die erklärt, dass ihr Vater nicht einmal ihr traue und sein Draft-Buch mit aufs Klo nehme.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass das Misstrauen vor dem Draft steigt, die Verantwortlichen Angst haben, dass Pläne und Vorhaben durchsickern oder dass sich jemand aus dem Team verplappert. Es geht schließlich um viel beim Draft. Bei den Raiders wirkt es allerdings eine Spur zu paranoid, eher chaotisch und planlos.

Was wiederum zu Gerüchten führt, dass es innerhalb der Franchise größere und grundsätzlichere Probleme gibt. Hinzu kommen weitere Medienberichte, denen zufolge es nach dem Draft sowieso zu größeren Veränderungen in der Scouting-Abteilung der Raiders kommen soll. 

So oder so: Der Spott in den sozialen Medien war den Raiders auf jeden Fall sicher.

Fakt ist: Mayock und vor allem Gruden stehen unter einem immensen Druck. Zum einen durch die Trades von Khalil Mack und Amari Cooper, die zwar zwei Erstrunden-Picks brachten, aber auch einen Qualitätsverlust bedeuteten und Kritik nach sich zogen. Die Saison ging mit einer 4-12-Bilanz ordentlich in die Hose.

Dafür lief die Free Agency ordentlich: Zahlreiche Verpflichtungen gab es, darunter Antonio Brown, Trent Brown, Lamarcus Joyner, Tyrell Williams, Vontaze Burfict, Brandon Marshall und Isaiah Crowell. Ein funktionierender Draft, und die Weichen wären in die richtige Richtung gestellt. Doch das ist eine Woche vorher wieder komplett offen.

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