Pete Carroll ließ seine Maskenpflicht an der Seitenlinie häufiger schweifen - Bildquelle: imago images/Icon SMIPete Carroll ließ seine Maskenpflicht an der Seitenlinie häufiger schweifen © imago images/Icon SMI

München - Dass die NFL sehr penibel auf die Maskenpflicht bei den Coaches achtet, hat sie bereits nach zwei Wochen mit einigen Strafen und einer gepfefferten Ermahnung bewiesen. 

Seahawks-Coach Pete Carroll hat allerdings erst am vergangenen Sonntag gezeigt, dass ihn die Regelung noch nicht ganz erreicht hat. Der 69-Jährige ließ seine Maske gegen die New England Patriots häufiger unter den Mund fallen und gab somit kein gutes Bild ab.

Kein Wunder also, dass die Liga sofort reagierte und Carroll eine Strafe in Höhe von 100.000 US-Dollar aufdrückte. 

Pete Carroll: "Chad Morton hing mir die ganze Zeit am Arsch"

Immerhin zeigt er sich einsichtig: "Ich muss zugeben, dass ich versagt habe und mich bessern muss. Manchmal muss ich einfach noch gecoached werden." Das Coaching übernahm in diesem Fall Running Backs Coach Chad Morton. 

"Er hat mich das komplette Spiel über erinnert und hing mir die ganze Zeit am Arsch. Ich habe dann zur Halbzeit sogar Masken getauscht, weil ich eine gefunden habe, die mir besser gepasst hat."

Mit dem Missachten der Corona-Maßnahme stand der erfahrene Übungsleiter nicht alleine da. Auch Vic Fangio, Kyle Shanahan, Sean Payton und Jon Gruden wurden nach dem zweiten Spieltag zur Kasse gebeten. 

Vor allem bei Gruden wundert man sich über die Masken-Ausfälle. Gab der Raiders-Chef doch erst kurz vor dem Spiel gegen die New Orleans Saints bekannt, dass er sich vor der Saison eine Covid-19-Erkrankung durchmachen musste.  

Jon Gruden: Falsches Tragen der Maske trotz Corona-Erkrankung

"Es war nicht angenehm. Das ist eine sehr ernste Angelegenheit und dementsprechend sensibel gehe ich mit dem Thema um. Es war auf jeden Fall eine Qual. Wie für jeden, der das Virus hatte." Trotzdem verzichtete Gruden Montagnacht mehrfach auf seine Maske über Mund und Nase. 

Wie Carroll ist er sich seiner Verantwortung zwar bewusst, die Strafen nimmt er aber dennoch im Kauf: "Da ich das Virus schon hatte, versuche ich mein bestes, aber ich muss die Plays ansagen. Ich will einfach in diesen Situationen kommunizieren und wenn ich dann bestraft werde, muss ich die Strafe halt bezahlen. Ich bin dabei aber sehr sensibel und entschuldige mich."

Wie viele Strafen es bei Gruden braucht, bis er die Maske da lässt, wo sie hingehört, bleibt abzuwarten. Bei seinem 100-Millionen-Dollar-Vertrag über zehn Jahre könnte sich das Thema aber noch eine Weile ziehen. 

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