Angeführt von einer starken Defensive nehmen die Steelers Kurs auf die Playo... - Bildquelle: Getty ImagesAngeführt von einer starken Defensive nehmen die Steelers Kurs auf die Playoffs © Getty Images

München - Der 20:13-Erfolg der Pittsburgh Steelers über die Cleveland Browns war ein Ausrufezeichen. Vor allem von Head Coach Mike Tomlin. Der Gegner: Der gefühlte Offseason-Super-Bowl-Sieger. Ein Team gespickt mit teuren Neuzugängen, zahlreichen Erstrundenpicks und - zumindest auf dem Papier - viel Talent. 

 

Als Sieger gehen die Steelers vom Platz - ohne die Stars Wide Receiver Juju Smith-Schuster, Running Back James Conner, Center Maurkice Pouncey, Defensive End Stephone Tuitt und Quarterback Ben Roethlisberger. 

Stattdessen spielt Devlin Hodges, der im Training Camp der vierte Quarterback im Depth Chart war. Seine Anspielstationen? Eine Gruppe aus "No-Name-Receivern" um Passempfänger James Washington. Das Laufspiel übernimmt Rookie Benny Snell.

Tomlin ändert Spielkonzept zur Halbzeit

Coach Tomlin hat für seine unbekannten Spieler Möglichkeiten geschaffen. "Zur Halbzeit stand es 10:10, wir wollten die Line of Scrimmage kontrollieren und unser Laufspiel etablieren", erklärte Tomlin nach dem Sieg. Der Head Coach änderte das Spielkonzept, stellte einen dritten Wide Receiver auf, anstatt eines zweiten Tight Ends.

Das Resultat: Die Browns-Defensive war gezwungen, eine breitere Defensivformation auf das Feld zu schicken. Für Running Back Snell eröffneten sich mehr Räume. In der zweiten Hälfte erlief er 54 Yards, die Steelers kontrollierten das Spielgeschehen und dank der erfolgreichen Läufe stand der junge Hodges nicht unter Druck. 

Unter Tomlin kein negativer Rekord

Tomlin ist ehemaliger Defensiv-Koordinator, seit nunmehr zwölf Jahren der Hauptübungsleiter der Steelers. Der 47-Jährige erlebte mit Pittsburgh Höhen (2008 Super-Bowl-Sieger) und Tiefen (knappes Verpassen der Playoffs 2018). Seit 2007 beendeten die Steelers keine Spielzeit mit einem negativen Rekord - das soll diese Saison auch so bleiben.

Dabei sah es zu Saison-Beginn so aus, als würde die "Steel City" keine Rolle im Rennen um die Playoff-Plätze spielen. Nach vier Niederlagen aus den ersten fünf Partien standen Tomlin und das Team mit dem Rücken zur Wand.

Es folgte eine Kehrtwende und nach sechs Siegen aus den letzten sieben Spielen nehmen die Steelers Kurs auf die Playoffs.

Defense brilliert seit Wochen

Stand heute stehen die Steelers in den Playoffs. Mit einer bei weitem nicht so dekorierten Truppe, wie die anderen Kandidaten. Dafür mit einem exzellenten Head Coach. "Wir durften uns mit diesem Team keine Fehler erlauben", sagt Tomlin nach der Browns-Partie. 

Die Defensive von Pittsburgh spielt seit Wochen auf hohem Niveau - auch dank der Verpflichtung von Minkah Fitzpatrick. Bald kommen wohl Smith-Schuster, Pouncey und Conner zurück. Zentrale Säulen für diese Offense. 

Das Restprogramm besteht mit den Arizona Cardinals und New York Jets aus zwei machbaren Aufgaben, es warten aber auch noch die Duelle gegen die Buffalo Bills und Baltimore Ravens.

Doch zwei Dinge scheinen klar zu sein: Unter Tomlin gibt es keinen negativen Rekord und es ist egal, wer auf dem Feld steht.

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