Mason Rudolph: Kein guter Auftritt gegen die Packers. - Bildquelle: imago/ZUMA PressMason Rudolph: Kein guter Auftritt gegen die Packers. © imago/ZUMA Press

München/Pittsburgh – Kommt ein Quarterback in ein gewisses Alter, muss man bereit sein. Die Wehwehchen kommen öfter und dauern schon mal länger. Von schwerwiegenden Verletzungen mal ganz abgesehen. Und vielleicht findet der Superstar eines Tages, dass er seine Karriere vielleicht doch besser beenden sollte. Dann sollte der Findungsprozess beendet sein und der Nachfolger sitzen.

Die Pittsburgh Steelers sind aktuell noch irgendwo in der Findungsphase.

Ben Roethlisberger ist gesetzt, er will auch von einem Karriereende inzwischen nicht mehr viel hören, noch einige Jahre spielen. Sein Vertrag läuft noch zwei Jahre. Der Mann ist aber auch schon 36.

Was kommt also dahinter? Landry Jones hat es sich seit 2013 als Backup hinter "Big Ben" gemütlich gemacht, er ist mit seinen 29 Jahren schon länger nicht mehr der schillernde Thronfolger. Eine relativ verlässliche Nummer zwei. Einer, der weiß, worauf es ankommt.

Trotzdem hatten die Steelers beim diesjährigen Draft mit Rookie Mason Rudolph überrascht, der in der dritten Runde ausgewählt wurde. Bei Roethlisberger löste das Unverständnis aus, die beiden bekamen sich sogar in die Haare. Daneben haben die Steelers in Joshua Dobbs bereits einen 23-jährigen im Roster. Frisches Blut, das im Idealfall mittelfristig mal am Thron rüttelt.

Ein Quarterback zuviel

Heißt aber auch: Vier Signal Caller sind erst einmal einer zuviel für das endgültige Roster. Und weder Dobbs noch Rudolph konnten bislang wirklich überzeugen. Beide durften bei der 34:51-Niederlage in Week 2 der Preseason gegen die Green Bay Packers eine Halbzeit lang ran. Bezeichnend: Als Gewinner wurde Jones deklariert, der keine Sekunde auf dem Feld stand. Er hatte im ersten Spiel gegen die Eagles besser ausgesehen.

 

Rudolph brachte von fünf von zwölf Pässen an den Mann, warf für 47 Yards, einen Touchdown und eine Interception. Dobbs, der 2017 in der vierten Runde gedraftet wurde, schaffte 192 Yards und zwei Touchdowns. Leichte Vorteile für Dobbs.

Ein Lernprozess

"Ich weiß, dass dies ein Lernprozess ist, aber wir werden eine Menge daraus lernen müssen. Das werden wir", kündigte Head Coach Mike Tomlin an. Er weiß: "Wie wir auf diese Performance reagieren wird viel wichtiger sein als der Auftritt selbst." Speziell von Rudolph hatte er mehr erwartet. "Wir haben nicht gut gespielt, er war nicht alleine", so Tomlin.

Sowohl Rudolph als auch Dobbs hatten ihre Momente, zeigten ihr Potenzial und bewiesen dabei, warum die Steelers Hoffnungen in sie setzen. Doch Potenzial und ein paar lichte Momente reichen freilich nicht, um den Backup-Job zu bekommen. Backups müssen selbst nach einem jahrelangen Wartestand sofort von null auf hundert beschleunigen. Wenn die Chance kommt, muss man sie nutzen.

Bereit sind beide für den Job noch nicht. Und bleiben wohl weiter im Wartestand. Ob zumindest im Roster, bleibt abzuwarten.

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