- Bildquelle: 2019 Getty Images © 2019 Getty Images

München/Oakland - Genie und Wahnsinn liegen ja bekanntlich eng beieinander. Ein genialer Receiver, ein großartiger Spieler ist Antonio Brown auf jeden Fall.

Vielleicht muss man auch in der Vergangenheitsform sprechen. Vielleicht war er auch ein genialer Spieler. Denn ob er es je wieder sein kann, ist fraglich. Browns Wahnsinn hat ihn am Samstag seinen Vertrag bei den Oakland Raiders gekostet. 29 Millionen Dollar waren garantiert. Jetzt ist "AB" Free Agent.

Und vielleicht wird er es lange bleiben. Ob ihm eine andere Franchise nach dem Theater der letzten Wochen nochmal eine Chance gibt? Ungewiss.

Selbst in der an extrovertierten Charakteren wahrlich nicht armen NFL sucht Browns Ego-Trip seinesgleichen. Wenn ein Team Brown nochmal verpflichten sollte, dann sicherlich nur mit einem stark leistungsbezogenen Vertrag, ein Arbeitspapier wie in Oakland wird Brown nicht nochmal unterschreiben. Was wiederum nicht zum Selbstverständnis des Superstars passt.

Gruden und Mayock geben keine gute Figur ab

Der größte Verlierer des Wahnsinns der letzten Wochen ist also Antonio Brown selbst. Verlierer sind aber auch Head Coach Jon Gruden und General Manager Mike Mayock, die Brown verpflichteten, obwohl dieser sich schon in Pittsburgh komplett daneben benahm und nichts als verbrannte Erde hinterließ.

Das Duo überlegte sogar, Brown am Montag gegen die Denver Broncos spielen zu lassen, obwohl "AB" Mayock in den Gesprächen Schläge angedroht hatte. So verspielt man seine Autorität bei den anderen Spielern. Und natürlich auch bei den Fans. Erst als Brown selbst bei Instagram um seine Entlassung bat, gingen die Verantwortlichen den Schritt, der längst überfällig war.

Sportlich wird AB fehlen

Natürlich hatten Gruden und Mayock bis zuletzt gehofft, Brown doch noch halten zu können. Denn sportlich steht das Team vor einer schwierigen Saison, in der es den Superstar gut gebrauchen hätte können. Auch die Mannschaft ist somit ein Leidtragender.

Es scheint also tatsächlich nur Verlierer zu geben.

Obwohl halt! Vielleicht gibt es doch einen Gewinner in der Brown-Saga. Und zwar die Pittsburgh Steelers, die Antonio Brown für einen Dritt- und Fünfrunden-Pick nach Oakland tradeten und nun das ganze Theater entspannt aus der Ferne beobachten konnten.

Und dabei sicherlich ein wenig Schadenfreude empfanden.

Christian Stüwe

Du willst die wichtigsten NFL-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Notifications für Live-Events.

Hier geht es zum App-Store zum Download der ran App für iPad und iPhone.

Hier geht es zum Google-Play-Store zum Download der ran App für Android-Smartphones.

US-Sport-Videos

US-Sport-News

Die nächsten Spieltage

NFL 2019 / 2020