Darf sich im besten Fall in den kommenden zwölf Jahren über 530 Millionen Do... - Bildquelle: GettyDarf sich im besten Fall in den kommenden zwölf Jahren über 530 Millionen Dollar Gehalt freuen: Chiefs-Quarterback Patrick Mahomes © Getty

München - Jetzt ist es also passiert, Quarterback-Superstar Patrick Mahomes hat bei den Kansas City Chiefs (endlich) seinen neuen Mega-Vertrag unterschrieben. Es wurde viel spekuliert, wie "mega" der neue Kontrakt denn wirklich ausfallen würde, doch mit diesen Sphären hat niemand gerechnet: 503 (!!!) Millionen Dollar Gesamtvolumen für zehn Jahre, gültig ab dem Jahr 2022.

Denn: Mahomes hat in Kansas City ja sowieso noch einen gültigen Vertrag für die kommenden zwei Jahre, der ihm die "Kleinigkeit" von 27,6 Millionen Dollar auf sein Konto spült. Insgesamt kommt der Signal Caller in den kommenden zwölf Jahren also bestenfalls auf rund 530 (!!!) Millionen Dollar. Wenn der Vertrag im Jahr 2032 endet ist Mahomes 36 Jahre alt. 

Wer soll diese Zahlen noch nachvollziehen können?

So sehr ihm seine Vertragsverlängerung zu gönnen ist, drängt sich dennoch die Frage auf: Wer soll diese Zahlen noch nachvollziehen können? Das ist fern jeglicher Vorstellungskraft, hat mit der Realität eines "Normalsterblichen" nichts mehr zu tun und ist vor allem in diesen unsicheren (Corona)-Zeiten ein falsches, ja sogar ein unanständiges Signal. 

Klar, der Sport ist anders, lebt in seiner eigenen Blase, die Zahlen für Gehälter und Transfers explodieren seit Jahren. Aber: In einer Phase, in der auf der ganzen Welt aufgrund der COVID-19-Pandemie - vor allem in den USA - die Arbeitslosigkeit in die Höhe schnellt, die Menschen wegen finanzieller Probleme nicht mehr wissen, wie es weiter gehen soll und im schlimmsten Fall an Depressionen erkranken, ist so ein Mega-Vertrag wie für Mahomes komplett unverständlich.

Gürtel nicht enger geschnallt, er ist eher geplatzt

Heißt es beispielsweise in der deutschen Fußball-Bundesliga, dass es ein "Weiter so" nach Corona nicht geben wird, der Gürtel enger geschnallt und somit eklatant gespart werden muss, setzt die NFL, in diesem Fall die Kansas City Chiefs, noch einen drauf. Der Gürtel wurde dort nicht enger geschnallt, er ist geplatzt.

Vor allem: Corona ist ja noch lange nicht vorbei. Ganz im Gegenteil: Gerade die USA haben nach wie vor mit steigendenden Infektionszahlen zu kämpfen. Somit können auch die Chiefs noch gar nicht wissen, wie es weiter geht - findet die kommende NFL-Saison zum Beispiel wirklich statt? Wann dürfen Zuschauer wieder in die Stadien? Und wie werden die kommenden Jahre finanziell bei der Franchise aussehen? Ein 503-Millionen-Dollar-Vertrag über zehn Jahre Laufzeit in Corona-Zeiten? Nicht nachzuvollziehen.

Dominik Hechler

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