Opfer eines Rassismus-Vorfalls: Darius Leonard und seine Begleiter mussten e... - Bildquelle: Getty ImagesOpfer eines Rassismus-Vorfalls: Darius Leonard und seine Begleiter mussten einen Schnellimbiss verlassen, weil sich ein weißer Gast belästigt fühlte © Getty Images

Florence/München - Es sollte ein gemütlicher Abend mit Freunden werden. Doch für Darius Leonard endete der Besuch eines mexikanischen Schnell-Restaurants in Florence im Bundesstaat South Carolina mit einem Skandal. Der Vorfall, den der Profi der Indianapolis Colts miterleben musste, unterstrich einmal mehr: Auch Prominente sind keineswegs vor Rassismus-Anfällen gefeit.

In einem Instagram-Video schilderte der Linebacker anschließend die Situation. Mit drei weiteren Schwarzen sowie einer Frau mit Wurzeln verschiedener Ethnien besuchte Leonard jenen Schnellimbiss. Ihnen sei ein Platz zugewiesen worden und sie konnten in Ruhe ihr Essen verspeisen.

 

Gast soll sich von Leonard und Co. belästigt gefühlt haben

Gegen Ende der Mahlzeit sei dann jedoch der Manager auf sie zugestürmt und habe dabei eine unfreundliche Art an den Tag gelegt. Ein weißer Gast habe sich über die Gruppe beschwert, weil diese ihn beschimpft und "Müll" über ihn erzählt hätte.

"Das war eine komplette Lüge", schimpft Leonard in dem Video: "Und deshalb wurden wir aus dem Restaurant geworfen." Der Manager habe sogar mit der Polizei gedroht. Offenbar hörte er die Gruppe um den NFL-Profi gar nicht wirklich an.

"Er hat gelacht, als wir gehen mussten"

Weiter echauffiert sich der Defensive Rookie der Saison 2018 laut dem Promi-Portal: "Wir reden über 'Black Lives Matter' und dieser Typ beobachtet uns, lügt sich was zurecht und lacht uns ins Gesicht, als wir gehen müssen."

Im Video ist Leonard anzumerken, wie sehr ihn das Erlebnis mitgenommen hat. "Wir hatten das Gefühl, dass er sehr respektlos war. Aber das ist das Privileg der Weißen, über das wir reden", verweist der Second Rounder des Draft 2018 auf die Proteste für soziale Gerechtigkeit: "Als Schwarzer kannst du nicht einmal friedlich irgendwo hingehen und etwas essen, ohne Opfer von Rassismus zu werden."

"Ihr könnt unseren Schmerz nicht nachempfinden"

Anschließend lässt Leonard seinen Emotionen freien Lauf: "Wir sind es leid. Und ihr Weißen versteht doch gar nicht, was wir durchmachen. Das ist sehr frustrierend, enorm frustrierend. Und ihr könnt unseren Schmerz nicht nachempfinden."

Seine Nachricht endet mit dem Appell: "Wir wollen einfach gleichbehandelt werden. In der Öffentlichkeit sitzen und friedlich essen können." Leonards Einlassungen hatten bereits Folgen für den Manager, der vom Unternehmen suspendiert wurde, wie "CNN" berichtet. Der Fall werde untersucht.

Chef der Restaurant-Kette kündigt entsprechende Maßnahmen an

"Wir haben eine Null-Toleranz-Politik bei jeder Art von Diskriminierung", erklärte Brian Niccol, Geschäftsführer der Restaurant-Kette dem Sender: "Ich habe persönlich mit Darius geredet und bin entschlossen, nach dem Abschluss der Untersuchungen die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen."

Auch Leonards Arbeitgeber meldet sich zu Wort. Laut "Indianapolis Star" ließen die Colts verlauten: "Darius' Erfahrungen unterstreichen den Kampf, dem sich Schwarze und farbige Menschen jeden Tag ausgesetzt sehen. Und es zeigt, warum wir ernsthafte Maßnahmen durch unsere Regierung, Strafverfolgungsbehörden, Unternehmen und täglich von Amerikanern benötigen, um systematischen Rassismus und Ungerechtigkeit zu beenden und diesen wichtigen Dialog für einen positiven Wandel in unserem Land fortzuführen."

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