Richard Sherman. - Bildquelle: imago images/ZUMA PressRichard Sherman. © imago images/ZUMA Press

München - Ein Knopfdruck reicht und die Maschine läuft. Was Emotionen angeht, ist Richard Sherman eben leicht zu durchschauen. 

Wer weiß das besser als Branton, der drei Jahre ältere Bruder und zudem Manager des Cornerbacks der San Francisco 49ers? Und Anstifter zum Twitter-Beef, der vor einigen Tagen Schlagzeilen machte. 

Ein Paradebeispiel dafür, wie Sherman tickt. Ein Wort, ein Satz, eine Aktion, und der 31-Jährige ist auf 180. Bereit, loszulegen. Verbal oder auf dem Feld.

Twitter-Beef mit NFL-Legende

Branton nutzte die Chance am Abend des Sieges der 49ers im NFC-Championship-Game gegen die Green Bay Packers (37:20), als er den Tweet von NFL-Legende Darrelle Revis sah, um seinen Bruder anzuspitzen. 

Fünfmaliger gegen siebenmaliger Pro Bowler. Revis warf Sherman vor, dass er seinen Gegenspieler nicht "in der Manndeckung aus dem Spiel nimmt", sondern sich in einer "Cover-3-Zonenverteidigung versteckt". 

Einsatz Branton: "Bro, schau. Revis hat Recht. Du wirst sie decken müssen. Sie haben Sammy Watkins. Sie haben Tyreek Hill, sie haben Mecole Hardman. Ich hoffe, du bist bereit, weil sie auf dich losgehen werden."

Branton brachte dann noch das verlorene Duell mit Davante Adams an, nach einem Pass von Aaron Rodgers über 65 Yards. "Wenn ich die andere Mannschaft wäre, hätte ich gerade gesehen, wie Adams dich beim langen Ball geschlagen hat, also werde ich meine Chancen im Super Bowl nutzen."

Zack. Drei Fliegen mit einer Kappe.

Sherman lieferte sich einen lesenswerten Schlagabtausch mit Revis, war sich der Probleme gegen die Chiefs im Super Bowl (am Sonntag ab 22:15 Uhr live auf ProSieben und ran.de) wieder bewusst und vor allem war er sofort wieder auf Betriebstemperatur. Nicht zurücklehnen, nicht ausruhen, immer weiter.

Rivalität und Verbindung

"Wir werden 90 Jahre alt und er wird immer noch in der Lage sein, die Knöpfe zu drücken", sagte Richard Sherman. "Es ist Geschwisterrivalität, eine Geschwisterverbindung. Er versteht wie kein anderer, was mich zum Ticken bringt."

 

Und was bringt Richard Sherman noch im Alter von 31 Jahren zum Ticken? Dasselbe wie als Teenager: "Ich sehe es gerne, wenn Menschen falsch liegen und ich Recht habe."

Der Super Bowl gegen die Chiefs ist die nächste Gelegenheit, es seinen Kritikern zu beweisen. Fest steht schon jetzt: Wieder wird ein Knopfdruck reichen. Zur Not gibt es ja noch Bruder Branton.

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