Tom Brady und Rob Gronkowski: Nicht immer nur Jubel. - Bildquelle: imago/Icon SMITom Brady und Rob Gronkowski: Nicht immer nur Jubel. © imago/Icon SMI

München – Wenn man im Ruhestand ist, kann man öfter mal aus dem Nähkästchen plaudern. Dass es bei den New England Patriots bisweilen schon mal so mürrisch zugeht wie es das Gesicht von Head Coach Bill Belichick ausdrückt, ist bekannt.

Doch offenbar kommt das öfter vor als gedacht. Und bei der im Frühjahr zurückgetretenen Frohnatur Rob Gronkowski kam das - wenig überraschend - nie sonderlich gut an. Das verdeutlichte er als Experte bei "Fox Sports". 

Er wurde durch den 17:10-Sieg der Patriots am elften Spieltag bei den Philadelphia Eagles an die "Wenig-Spaß-Kultur" erinnert, die offenbar immer mal wieder durchkommt.

"Sie sind frustriert"

Denn im Anschluss ging es weniger darum, dass die Patriots den neunten Sieg im zehnten Spiel einfuhren, sondern um die wenig überzeugende Offense. 

"Das ist der Teil, den ich nicht vermissen werde. Das vermisse ich nicht. Sie sind frustriert. Sie stehen bei 9-1. Wir haben vor zwei Jahren im Super Bowl gegen Philly verloren. Sie sollten glücklich sein. Stattdessen sitzen Sie am Sonntagabend dort und fragen: 'Was haben wir falsch gemacht?'", sagte Gronkowski.

 

Das sei nicht das Gefühl, das man haben sollte, sagte Gronkowski. "Sie sollten durch den Sieg angetrieben werden. Ja, sie haben vielleicht nicht die großen Offensivzahlen geliefert, aber sie haben das Spiel gewonnen", sagte der frühere Tight End und riet seinem Ex-Team: "Genieße es, gehe in der nächsten Woche raus und baue darauf auf."

Patriots-Quarterback Tom Brady wurde in der "Greg Hill Show" darauf angesprochen. Als Meister der politisch korrekten Statements schiffte Brady um die Aussagen seines früheren Teamkollegen herum, formulierte es allgemein.

"Es gibt viele Emotionen, die ich nach einem Spiel fühle, sowohl positive als auch kritische Dinge", sagte Brady. "Ich spiele seit 20 Jahren Football und es gibt im Laufe einer Saison viele verschiedene Emotionen. Es ist eine Menge Freude bei Siegen, es ist eine Menge Frustration in einer Saison dabei. Es gibt Enttäuschung, Freude, Perspektive, Dankbarkeit und Wertschätzung."

Achterbahn der Gefühle

Brady betonte, dass eine Saison eine Achterbahn der Gefühle sein kann.

Man werde keine fünf glückseligen Monate voller Emotionen erleben, sagte er: "Es wird manchmal eine Herausforderung sein und es wird Momente geben, in denen du tief graben musst, um deine mentale Härte zu finden. Jeder hat unterschiedliche Erfahrungen und geht auf unterschiedliche Weise mit ihnen um."

Warum der Sieg in Philadelphia eher eine kollektive Enttäuschung war, erklärte der 42-Jährige allerdings nicht.

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