Jordan Mailata wurde in der 6. Runde von den Philadelphia Eagles gedraftet. - Bildquelle: Instagram / jordanmailataJordan Mailata wurde in der 6. Runde von den Philadelphia Eagles gedraftet. © Instagram / jordanmailata

Philadelphia – Rugby-Star Jordan Mailata scheint seine Chancen, sich bei den Philadelphia Eagles durchsetzen zu können, eher gering einzuschätzen. Nach den ersten Trainingseinheiten sagte er gegenüber der Presse: "Es wird eine wirklich harte Aufgabe, es in das Team zu schaffen. Hier spielen tolle Spieler, teilweise die besten der Liga."

NFL statt National Rugby League

Die Geschichte des Quereinsteigers hatte bereits im Vorfeld des Drafts für viel Furore gesorgt. Der 21-Jährige hat in der australischen National Rugby League für die South Sydney Rabbitohs gespielt. Anfang des Jahres kam er in die USA, um sich den Traum von der NFL zu erfüllen.

Drei Monate trainierte er in der IMG Academy und ließ sich vom Rugby-Spieler zum Offensive Tackle umschulen. Mit einer Körpergröße von 2,03 Meter und einem Gewicht von rund 157 Kilogramm erfüllt er jedenfalls die physischen Voraussetzungen. Zudem gilt er als sehr athletisch.

Er wurde damals von mehreren NFL-Teams eingeladen, die sich einen Eindruck von ihm verschaffen wollten. Unter anderem auch von den Philadelphia Eagles, die ihn schlussendlich in der siebten Runde an Position 233 auswählten.  

Mailata: Man muss so vieles beachten

Nun hat er seine ersten Trainingseinheiten beim amtierenden Super-Bowl-Champion hinter sich gebracht und zeigt sich von den Anforderungen beeindruckt. "Es ist einfach überwältigend. Es gibt so viele Dinge, die man beachten muss", sagte er. "Ich wurde einfach ins kalte Wasser geschmissen. Aber ich liebe diesen Coaching-Stil."

Den Umstieg vom Rugby-Spieler zum O-Liner im American Football bezeichnet er als massive Anpassung: "Ich bin jemand, der immer mit vollem Speed vorne reingeht. Ich muss lernen, mich zurückzuziehen und darauf vorbereitet zu sein, dass jemand auf mich zukommt."

Der Helm? Total einengend

Mailata muss sich nicht nur an die Techniken und die vielen Spielzüge im American Football gewöhnen, sondern auch an die Ausrüstung. Besonders der Helm, den man im Rugby nicht trägt, löste bei ihm viel Unbehagen aus: "Das fühlt sich total einengend an."

Experten schätzen, dass die Eagles in ihm ein langfristiges Projekt sehen und ihn zunächst in den Practice Squad stecken werden, damit er in Ruhe die Techniken eines O-Liners lernen kann.

Jarrd Hayne: Ein unrühmliches Beispiel

Mailata ist nicht der erste Rugby-Spieler, der sein Glück in der NFL versucht. Jarryd Hayne probierte selbiges in der Saison 2015. Der Rugby-Star erhielt bei den San Francisco 49ers einen Vertrag und sorgte als Running Back in der Preseason für Furore.

In den regulären Saisonspielen enttäuschte er jedoch, kam in acht Einsätzen lediglich auf 52 Rushing-Yards, fabrizierte drei Fumbles und wurde zwischenzeitlich in den Practice Squad abgeschoben. Im Folgejahr erklärte er seinen Rücktritt von der NFL. Grund soll gewesen sein, dass die 49ers in Chip Kelly einen neuen Head Coach verpflichteten und Hayne keine Lust hatte, ein neues Spielbuch zu lernen.

Bleibt zu hoffen, dass Mailata etwas mehr Ehrgeiz hat.

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