Russell Wilson spielt seit 2012 für die Seattle Seahawks. - Bildquelle: GettyRussell Wilson spielt seit 2012 für die Seattle Seahawks. © Getty

München - Als Quarterback Russell Wilson in den vergangenen Tagen nach Seattle zurückkehrte, um mit den Seahawks erste Trainingseinheiten zu absolvieren, verdichteten sich die Anzeichen, dass die Spannungen zwischen Spielmacher und Team vorerst abgeklungen sind.

Nun hat sich der 32-Jährige auch erstmalig im Gespräch mit Medienvertretern geäußert und Details zu den vergangenen Monaten preisgegeben.

Wilson wollte nicht getradet werden

Die wohl überraschendste Aussage dabei: Wilson wollte gar nicht weg.

"Es gab so viele Leute, die behauptet haben, dass ich um einen Trade gebeten habe, und das ist einfach nicht wahr. Ich habe nicht um einen Trade geben. Als das behauptet wurde, ging es so richtig los und sehr viele Teams haben angerufen", erklärte Wilson.

Dass es zwischen beiden Parteien Probleme gab, verneinte der Quarterback aber trotzdem nicht. "Ich liebe Seattle, ich liebe es, hier zu spielen. Ich hatte bisher eine großartige Karriere hier und wollte immer meine gesamte Karriere hier spielen. Nach der Saison gab es aber einige Frustrationen. Natürlich will das Team alles gewinnen und alles dafür tun. Ich glaube aber, dass hierbei ein wenig übertrieben wurde", so der Spielmacher weiter.

Nur vier mögliche neue Teams

Zwei Tage nach dem Super Bowl hatte der Quarterback erklärt, er sei frustriert über die Schläge, die er einstecken musste. Zudem äußerte er den Wunsch nach mehr Mitsprache. Eine Aussage, die Seattle offenbar überraschte.

Mitte Februar erreichte das Theater dann seinen Höhepunkt, als Wilsons Agent erklärte, dass der Sportler mit seiner No-Trade-Klausel nur Angebote von vier bestimmten Teams akzeptieren würde.

Nun hat Wilson erklärt, dass dies nur öffentlich gemacht wurde, um klarzustellen, dass er keinen Trade verlangt hat.

"Ich wollte nicht wirklich woanders hingehen. Ich wollte in Seattle spielen, aber wenn ich irgendwo hingehen müssten, sind das die Teams, zu denen ich gehen würden", erläuterte der 32-Jährige weiter. Bei den Teams handelte es sich übrigens um die Dallas Cowboys, die New Orleans Saints, die Las Vegas Raiders und die Chicago Bears.

Wilson kann Seahawks-Abgang nicht ausschließen

Inzwischen scheint das Thema abgehakt. "Ich hatte ein tolles Gespräch mit Coach Carroll. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht, unter vier Augen. Wir sind hier, um das zu tun, wozu wir bestimmt sind, und das ist, alles zu gewinnen. Ich bin aufgeregt."

Neben Carroll hatte Wilson auch intensive Gespräche mit General Manager John Schneider und dem neu von den Rams verpflichteten Offensive Coordinator Shane Waldron.

Dass sich bei Wilson nach der kommenden Saison nicht vielleicht doch wieder Frustration einstellt, konnte und wollte er aber nicht ausschließen.

"Ich denke, im Sport können sich die Dinge jederzeit ändern. Das ist einfach die Realität. Jeder weiß das. Aber ich liebe diese Stadt, diesen Ort, ich liebe einfach alles. Die Fans, die Teamkollegen, den Trainerstab, die Gebäude. Deshalb bin ich jedes Mal, wenn ich hierher komme, aufgeregt, einfach nur, um mich wieder auf den Weg zu machen. Jeden Morgen, wenn ich aufwache, wache ich auf, um zu gewinnen und wache auf, um einen weiteren Super Bowl für die Seattle Seahawks zu gewinnen. Das ist meine Mission."

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