Harte Vorwürfe von OBJ gegen Williams. - Bildquelle: Getty ImagesHarte Vorwürfe von OBJ gegen Williams. © Getty Images

München/Cleveland - Odell Beckham Jr. macht den ehemaligen Defensive Coordinator der Cleveland Browns, Gregg Williams, für eine in der Preseason 2017 erlittene Verletzung verantwortlich. Williams soll seine Spieler beauftragt haben, den damaligen Starspieler der New York Giants gezielt zu verletzen und damit aus dem Spiel zu nehmen.

"Es ist wie eine altbekannte Regel. In der Preseason ist niemand in der NFL wirklich darauf aus, solche Dinge zu tun", erklärte Beckham am Donnerstag: "Es gibt Spieler in diesem Team, die mir sagten, dass er ihnen aufgetragen hat, mich aus dem Spiel zu nehmen. Damit weißt du einfach, was er für ein Typ ist."

Beckham wurde damals von Safety Briean Boddy-Calhoun nach einem harten Tackling am Knöchel verletzt, konnte zum Saisonstart aber auflaufen. Kurz darauf brach er sich den Knöchel und verpasste einen Großteil der Saison. Die Ärzte betonten nach Aussage des 26-Jährigen, dass die beiden Verletzungen in Zusammenhang standen.

Wiedersehen mit Williams gegen Jets

Am Montag treffen die Cleveland Browns auf die New York Jets. Dann wird OBJ erneut auf Williams treffen, der seit diesem Jahr die Defense von "Gang Green" koordiniert. Die Ereignisse der Vergangenheit im Hinterkopf, blickt der Wide Receiver auf das bevorstehende Aufeinandertreffen:

"Die einzige Sache, an die ich glaube, ist, dass man auf die fiesen Plays, schmutzigen Hits und all die Dinge, die er gerne vermittelt, achten muss", sagte Beckham: "Das ist so ziemlich alles, worauf wir achten müssen. Ansonsten erwarte ich dasselbe."

Nach der Entlassung von Hue Jackson übernahm Williams in der vergangenen Saison als Interimstrainer und führte die Browns zu einem 5-3-Record. In der Offseason bewarb er sich dann auf den freien Posten des Head Coaches, den schließlich aber Freddie Kitchens bekam. Kurz darauf wurde Williams als Defensive Coordinator entlassen.

 

Williams für Bountygate verurteilt

Wegen seiner Verwicklung in den Bountygate-Skandal wurde Williams 2012, damals in Diensten der New Orleans Saints, verurteilt. Die Saints hatten über mehrere Spielzeiten Kopfgeldprämien auf gegnerische Spieler ausgesetzt und dadurch ihre Spieler zu vorsätzlichen Verletzungen angestiftet.

Williams wurde damals zunächst auf unbestimmte Zeit gesperrt, die Strafe wurde später verkürzt. Head Coach Sean Payton wurde ebenfalls für eine Spielzeit aus dem Verkehr gezogen.

Williams auch Schuld an Manning-Verletzung?

Neben der bewiesenen Verwicklung im Bountygate-Skandal wird Williams auch immer wieder die Mitschuld an einer Nackenverletzung von Quarterback Peyton Manning nachgesagt, die ihn über Jahre beeinträchtige und seine Karriere noch zu Indianapolis-Colts-Zeiten beinahe zu einem jähen Ende gebracht hätte.

Die Parallele zur Manning-Verletzung? Williams war 2006 Defensive Coordinator der Washington Redskins. Manning wurde damals von zwei Redskins-Defendern hart zu Boden gerissen, Oberkörper und Kopf verriss es dadurch unnatürlich. Jahre gespickt mit zahlreichen Nackenoperationen sollten Manning bevorstehen.

Zur Verantwortung wurde Williams dafür nicht gezogen. In Anbetracht der vorgebrachten Argumente von Beckham Jr. und der Verstrickung in Bountygate, erscheint auch die Causa Manning in einem ganz anderen Licht.

Daniel Kugler

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