Shaquill Griffin für die Seattle Seahawks in Aktion - Bildquelle: gettyShaquill Griffin für die Seattle Seahawks in Aktion © getty

London - Russell Wilson kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. "Das war heute absolute Super-Bowl-Atmosphäre im Wembley Stadium hier in London. Diese Energie und Lautstärke war einfach nur unglaublich", so der Quarterback der Seattle Seahawks nach dem dominanten und zu jederzeit ungefährdeten 27:3-Erfolg seines Teams im ersten NFL International Game des Jahres gegen die Oakland Raiders.

Vor allem der "12th" - also die Seahawks-Fans - bekam ein Sonderlob von Wilson: "Zu sehen, wie viele unserer Anhänger von Seattle, Deutschland oder anderen Teilen dieser Welt extra für dieses Spiel hierher gereist sind, das macht uns alle fast schon sprachlos. Die Seahawks-Fans sind wirklich einzigartig." Und tatsächlich verwandelten die Seattle-Anhänger nicht nur das Stadion an diesem Abend, sondern die gesamte Stadt schon in den Tagen zuvor in ein absolutes Tollhaus.

 

NFL London Games: Seahawks durch Fan-Unterstützung beflügelt

Egal ob am Trafalgar Square, dem Buckingham Palace, am Big Ben oder der Tower Bridge - überall waren massenweise Menschen in Seahawks-Kluft zu sehen. Auch der berühmte Schlachtruf "SEA" "HAWKS" schallte immer wieder durch die Straßen der britischen Hauptstadt. Obwohl es offiziell eigentlich ein Heimspiel der Raiders war - die Seahawks waren der Herr im Haus. Auf dem Spielfeld, aber auch der Tribüne und in der Stadt. "Wir haben den '12th' heute laut und deutlich gehört", sagte dann auch Seahawks-Coach Pete Carroll mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Kein Wunder, denn von den insgesamt 84.592 Zuschauern in Wembley - übrigens neuer Rekord für ein London-Game - waren mindestens zwei Drittel Seahawks-Fans. Überall wehten blaue Fahnen und die Menschen trugen blaue, weiße oder neongrüne Trikots.

Es war den Seahawks-Spielern anzumerken, dass sie diese unglaubliche Unterstützung auch zu schätzen wussten. Denn sowohl vor als auch nach dem Spiel nahmen sich die Top-Stars wie Russell Wilson oder Doug Baldwin Zeit, um Autogramme zum schreiben. Und während der Partie ließen die Seattle-Spieler keine Gelegenheit aus, um das sowieso schon extrem aufgeheizte und laute Publikum noch mehr anzustacheln - was funktionierte. Zum Teil konnte man auf der Tribüne sein eigenes Wort nicht mehr verstehen. Zu guter Letzt schwappte dann auch noch unzählige Male die Welle durchs altehrwürdige Wembley Stadium. Bleibt also festzuhalten: Für die Seahawks war der Trip nach London ein einziger Triumphzug.

Aus London berichtet: Dominik Hechler

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