Will auch in der kommenden Saison für die Seahawks auf Touchdown-Jagd gehen:... - Bildquelle: gettyWill auch in der kommenden Saison für die Seahawks auf Touchdown-Jagd gehen: Wide Receiver Tyler Lockett. © getty

München/Seattle - Über 60 Spieler machten von der sogenannten "Opt-Out"-Klausel Gebrauch, mit der sie die kommende Saison ohne Strafe aussetzen können. Besonders Spieler mit gesundheitlichen Vorerkrankungen wollten das Risiko in der anhaltenden Pandemie nicht eingehen.

Auch Wide Receiver Tyler Lockett von den Seattle Seahawks zögerte lange, bevor er sich entschied, die kommende Saison zu spielen. Eine Abnormalität am Herzen war der Grund, weshalb er mit seiner Entscheidung haderte, wie er nun zugab.

Bereits beim Draft 2015 waren Herzprobleme im Fokus

Damals wurde im Zuge des Combines festgestellt, dass sich die Aorta von Lockett auf der rechten statt üblicherweise auf der linken Seite befindet. Obwohl ihn diese Tatsache bisher noch nie eingeschränkt hatte, wuchsen die Sorgen des 27-Jährigen in Bezug auf die Corona-Pandemie.

"Mit allem was während COVID-19 vor sich geht, war es meine größte Sorge, dass ich aufgrund meines Problems besonders betroffen werde, sollte ich mich für das Spielen entscheiden", so Lockett gegenüber "ESPN".

"Offensichtlich weiß keiner so genau, weshalb meine Entscheidung so viel Zeit in Anspruch nahm", erklärte er: "Ich habe mich von mehreren Ärzten im Vorfeld aufklären lassen und mir unterschiedliche Meinungen eingeholt. Ich hatte die Chance auszusetzen, aber entschied mich letztendlich dafür, einfach zu spielen."

Lockett will Team nicht im Stich lassen

Seine Entscheidung war demnach auch davon beeinflusst, wie sich andere Risiko-Gruppen in seiner Umgebung verhielten: "Wir haben mit Pete Carroll und den anderen Coaches viele ältere Personen im Team. Wenn sie bereit sind, zu spielen, dann will ich das auch sein", so Lockett.

Trotz seiner möglichen Einschränkung will Lockett auf dem Platz 100 Prozent geben: "Wenn ich spiele, dann mit vollem Einsatz. Ich werde mir aufgrund des Virus keinen Stress machen, so wie ich es seit Februar bis zum Trainingsbeginn gehandhabt habe", versprach er.

Als Nummer-eins-Receiver im Team spielt Lockett auch in der kommenden Saison eine wichtige Rolle bei den Seahawks. Seine Connection zu Quarterback Russell Wilson gilt als eine der am besten ausgeprägten der gesamten NFL.

 

Auch Asthma spielt bei Lockett eine Rolle

Da es in seiner Familie zu einem hohen Aufkommen an Asthmafällen kommt, war Lockett mit dem Virus bereits stark konfrontiert. Eine verwandte Cousine, mit der Lockett früher sogar zusammengewohnt hatte, fing sich das Virus ein und musste daraufhin intensiv behandelt werden.

"Es war richtig schlimm, sie konnte zwischenzeitlich kaum atmen", sagte Lockett: "Zwischenzeitlich hatte sie sogar die Hoffnung verloren, dass sie es schaffen würde. Sie hat nicht mehr daran geglaubt, dass ihr Körper diesen Zustand länger aushält."

"Dies war ein weiterer Grund, weshalb ich so lange gezögert habe", erklärte er: "Meine Familie ist sehr anfällig für so etwas, weshalb ich keinen von ihnen in Gefahr bringen wollte."

Am Ende überwog Locketts Wunsch, auch inmitten der Corona-Pandemie Football spielen zu wollen.

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