Russell Wilson von den Seattle Seahawks dürfte im Spiel gegen die Philadelph... - Bildquelle: imago/UPI PhotoRussell Wilson von den Seattle Seahawks dürfte im Spiel gegen die Philadelphia Eagles erneut der Schlüsselspieler sein © imago/UPI Photo

München – Die NFL-Saison 2019 geht langsam in die entscheidende Phase. Woche 12 steht bevor. Wir starten unsere Übertragungen am Sonntag (ab 18 Uhr auf ProSieben MAXX und ran.de) mit dem Topspiel zwischen den Seattle Seahawks (8-2) und den Philadelphia Eagles (5-5).

 

Hier treffen also zwei Teams aufeinander, die sich in den Playoffs durchaus wiedersehen könnten – sofern sie sich dafür qualifizieren. Während die Seahawks sich auf dem besten Wege in die Postseason befinden, dürfen die Eagles sich kaum noch einen Ausrutscher erlauben.  

So lief es bislang

Philadelphia Eagles: Die Philadelphia Eagles mussten am vergangenen Wochenende eine knappe 10:17-Niederlage gegen die New England Patriots hinnehmen. Die Defense hinterließ in dem Spiel dennoch einen guten Eindruck.

Insgesamt gleicht die Saison der Eagles einer Achterbahnfahrt: Erst der Auftaktsieg gegen die Redskins, dann zwei Niederlagen, dann wieder zwei Siege, dann wieder zwei Niederlagen, dann erneut zwei Siege, nun zuletzt die Niederlage gegen den Super-Bowl-Champion.

Was Hoffnung macht: Sollten die Eagles gewinnen und der Division-Rivale Dallas Cowboys im späteren Spiel gegen die New England Patriots verlieren, würde den Eagles und den Cowboys bei einer Bilanz von 6-5 ein Kopf-an-Kopf-Rennen bevorstehen. Und zwar mit einem kleinen Vorteil für die Eagles: Das direkte Aufeinandertreffen in Woche 16 ereignet sich in Philadelphia.   

Seattle Seahawks: Die Mannschaft um Star-Quarterback Russell Wilson hat die vergangenen drei Spiele alle gewonnen. Zuletzt fügten die Seahakws in einem Overtime-Krimi den San Francisco 49ers deren erste Saison-Niederlage zu. Das dürfte der Mannschaft weiteres Selbstvertrauen gegeben haben. Ein weiterer Vorteil: Die Seahawks kommen aus einer Bye-Week und konnten sich ganz in Ruhe auf das Duell gegen die Eagles vorbereiten.  

Die Seahawks zählen mit einer Bilanz von 8-2 zwar zu den vier besten Teams der NFC, rangieren in der eigenen Division allerdings hinter den San Francisco 49ers (9-1). Eine weitere Siegesserie wäre also nötig, um in den Playoffs die Wild Card zu überspringen.

Personalsituation

Philadelphia Eagles: In DeSean Jackson steht einer der effektivsten Wide Receiver der Eagles auf der Reserve/Injured-List. Für Sonntag drohen möglicherweise weitere Ausfälle auf dieser Position. Der Einsatz der beiden Passempfänger Alshon Jeffery (Knöchel) und Nelson Agholor (Knie) wurde als fraglich eingestuft. Auch Tackle Jason Peters (Knie) und Top-Rusher Jordan Howard (Schultern) plagten unter der Woche Probleme.  

Seattle Seahawks: Die Seahawks mussten das Saisonaus ihres Starting-Centers Justin Britt hinnehmen. Unter der Woche plagten unter anderem auch Star-Defensive-End Jadeveon Clowney Blessuren. Aufgrund von Knieproblemen konnte der Pass Rusher nur eingeschränkt trainieren. Ein Ausfall wäre schwerwiegend: In Woche 10 wurde Clowney noch zum NFC Defensive Player of the Week ernannt.

Darauf kommt es an

Philadelphia Eagles: Seahawks-Quarterback Russell Wilson spielt die bislang beste Saison seiner Karriere. Der Schlüssel wird für die Eagles also darin liegen, Wilson aus seinem Rhythmus zu bringen.

Ein Vorteil aus Sicht der Eagles könnte sein, dass die Offensive Line der Seahawks aufgrund des Ausfalls von Justin Britt geschwächt ist, sodass sie Druck über die Mitte ausüben können. Auf diese Weise verleiteten sie am vergangenen Sonntag sogar Tom Brady von den New England Patriots dazu, in der ersten Hälfe mehr unvollständige Pässe zu werfen als jemals zuvor.

Der Unterschied ist allerdings: Im Gegensatz zu Brady ist Wilson ein mobiler Quarterback. Üben die Eagles also Druck auf Wilson aus, müssen sie einen Verteidiger abstellen, der die Läufe von Wilson im Auge behält und stoppt.

In der Offense wiederum müssen die Eagles das bislang schwache Passspiel (Platz 24 in der NFL) wieder beleben. Die Passverteidigung ist nämlich die Schwachstelle der Seahawks (Platz 28).  

Seattle Seahawks: Die Philadelphia Eagles haben die viertbeste Laufverteidigung der NFL, allerdings nur eine durchschnittliche Passverteidigung (Platz 17 der NFL). Die Seahawks könnten ihr schnelles Receiver-Trio Josh Gordon, DK Metcalf und Tyler Lockett daher gut zur Geltung bringen. Running Back Chris Carson spielt mit 853 Rushing-Yards zwar eine phänomenale Saison. Ihm dürfte aber gegen die Eagles eine schwierige Partie bevorstehen. 

In der Defense müssen die Seahawks ihre Passverteidigung in den Griff bekommen. Eagles-Quarterback Carson Wentz spielt zwar nur eine durchwachsene Saison, kann aber an guten Tagen den Unterschied ausmachen.

Fantasy Tipp

Russell Wilson ist in der Form seines Lebens, die Passverteidigung der Eagles hingegen steckt im Leistungstief. Es bietet sich also an, einen Seahawks-Passempfänger wie Tyler Lockett oder DK Metcalf aufzustellen – oder einfach Wilson selbst.

Oliver Jensen

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