Für Tyler Lockett (l.) gibt es bei den Seahawks aktuell mehr zu feiern als f... - Bildquelle: ImagoFür Tyler Lockett (l.) gibt es bei den Seahawks aktuell mehr zu feiern als für DK Metcalf © Imago

München - Sie waren eines der gefürchtetsten Receiver-Duos der vergangenen Saison: Tyler Lockett und DK Metcalf. Vor allem in der starken ersten Saisonhälfte verbuchten beide für die Seattle Seahawks einen Touchdown nach dem anderen.

In dieser Saison stehen beide erneut gemeinsam für das Team von Head Coach Pete Carroll auf dem Feld. Nach einem souveränen Sieg im ersten Saisonspiel gegen die Colts setzte es in Woche zwei eine bittere Overtime-Pleite gegen die Titans.

Die Erfahrungen der beiden Top-Receiver waren in den beiden Spielen bislang aber gänzlich unterschiedlich. Auf der einen Seite steht Tyler Lockett, der mit herausragenden Stats zu überzeugen weiß. In zwei Spielen brachte er bereits 278 Yards und drei Touchdowns auf das Scoreboard.

Russell Wilson schwärmt von Tyler Lockett

Neben den reinen Zahlen ist auch seine Harmonie mit Quarterback Russell Wilson unübersehbar. "Tyler ist auf dem Feld einfach nur magisch", schwärmte der Signal Caller im Gespräch mit US-Reportern.

"Er versteht einfach das Spiel. Jeder große Receiver sieht das Spiel mit den Augen des Quarterbacks. Ich denke, das ist es, was er wirklich extrem gut kann. Er fängt alle Bälle, die man ihm zuwirft. Das ist eine Schlüsselkomponente. Er weiß, wie man die Lücke findet, das ist der intellektuelle Teil des Spiels. Er ist ein ruhiger Typ, zumindest die meiste Zeit – aber wenn wir auf dem Feld stehen, dann spricht er meine Sprache."

Angesprochen auf seinen Receiver, konnte Wilson gar nicht aufhören, dessen Vorzüge zu benennen. "Er hat einfach unglaubliche Fähigkeiten. Er ist einer der besten Routenläufer in diesem Spiel. Man kann nicht leugnen, dass er einer der besten Receiver in diesem Spiel ist", so der Signal Caller weiter.

Viele Strafen gegen Metcalf

Bei Locketts kongenialem Partner ist die Stimmung aktuell dagegen nicht ganz so exzellent. 113 Yards und ein Touchdown in zwei Spielen sind zwar in Ordnung, an die Leistungen von Lockett kommt er aber bei weitem nicht heran.

Viel schwerwiegender sind aber die vielen Strafen, die Metcalf bereits kassiert hat. In den ersten beiden Spielen wurde der Mann mit der Rückennummer 14 bereits fünf Mal verwarnt. So war er bereits zweimal für ein Holding verantwortlich, zudem wurde eine Pass Interference gegen ihn gecallt.

In Woche 1 lieferte er sich zudem nach dem Touchdown von Seahawks-Tight-End Gerald Everett ein lautstarkes Wortgefecht mit Colts-Linebacker Darius Leonard. Es folgte eine so genannte "Taunting"-Strafe, also eine Strafe für das Verhöhnen des Gegners.

Pete Carroll: Metcalf muss sich beruhigen

Für Head Coach Carroll ist klar, dass sich Metcalf "ein wenig beruhigen" muss, wie er gegenüber der Presse verlautbarte. "Ich glaube, er hat sich zu Beginn sehr angestrengt, und das war in beiden Spielen der Fall. Er hat ein bisschen zu viel versucht", so der Cheftrainer weiter.

"Aber er hat sich angestrengt, wirklich angestrengt. Manchmal geht man dabei zu weit."

Eine Einschätzung, der der Receiver nur zustimmen konnte. "Er hat völlig Recht", sagte Metcalf laut "ESPN".

Metcalf zeigt sich einsichtig

"Ich bin ein emotionaler Mensch. Ich spiele wettbewerbsorientiert und versuche nicht, irgendetwas zu verlieren, egal ob es sich um einen Streit oder eine Route oder sonst etwas handelt. Also werde ich mir einfach den Arsch aufreißen...nahe an die Linie herankommen, aber sie nicht überschreiten."

Die nächste Gelegenheit dafür bekommt der 23-Jährige am Sonntagabend, dann müssen die Seahawks bei den Minnesota Vikings antreten.

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