Seattle - 21,5 Millionen Dollar pro Jahr, so viel ist den Seattle Seahawks ein neuer Vertrag für Russell Wilson wert. Ein solches Angebot soll die Franchise ihrem Quarterback laut "Pro-Football" vorgelegt haben. Offenbar nicht genug für Wilson.

Der 26-Jährige möchte demnach der bestbezahlte Quarterback in der NFL werden. Aktuell steht Aaron Rodgers mit 22 Millionen Dollar pro Jahr an der Spitze der Passgeber-Gehälter. Wilson fordert nach ESPN-Informationen 25 Millionen.

Wilson setzt Deadline

Der Seattle-Passgeber scheint nun genug zu haben und setzt seinem Klub eine Deadline. Wird bis Freitag keine Einigkeit erzielt, legt er die Gespräche vorerst auf Eis. Eigentlich schlecht für den Quarterback, denn in diesem Jahr würde er weiterhin "nur" ein Rookie-Gehalt kassieren.

In Seattle ist man bereit, Wilson ein Vertragspapier vorzulegen, welches dem von Ben Roethlisberger ähnelt. Der Steelers-Quarterback unterschrieb erst kürzlich einen Deal über 21,85 Millionen Dollar pro Jahr.

Doch selbst wenn Wilson das Angebot nicht annimmt, dürften die Verantwortlichen der "Hawks" relativ gelassen bleiben. Warum?

Wechsel keine Option für Wilson?

Wilson kann im aktuellen Vertragspoker eigentlich keinen Druck auf seinen Arbeitgeber ausüben. Grund: Der Quarterback würde im Falle eines Wechsels weniger verdienen als durch eine Vertragsunterschrift in Seattle.

Unterschreibt er das aktuelle Angebot der Seahawks, erhält er über fünf Jahre insgesamt 110 Millionen Dollar. Unterschreibt Wilson nicht und wechselt in der nächsten Saison zu einem neuen Team, spielt er in diesem Jahr für lediglich ca. 1,5 Millionen Dollar.

Selbst wenn er bei seinem neuen Klub die geforderten 25 Millionen Dollar pro Jahr erhält, kommt er in den nächsten fünf Jahren auf ein Gehalt von 101,5 Millionen Dollar. Bedeutet: Sechs Millionen Dollar weniger als durch eine Vertragsunterschrift bei den Seahawks.

Bonuszahlung als Lösung für die Seahawks?

Eine Bonuszahlung könnte die Lösung im zähen Vertragspoker sein. Doch auch hier müsste Wilson zurückstecken. Roethlisberger und Cam Newton erhielten in diesem Jahr jeweils einen Bonuszahlung von ca. 31 Millionen Dollar für ihre Unterschriften.

Eine derartige Summe können sich die Verantwortlichen in Seattle aktuell aber nicht leisten, da bei ihnen aus dem Salary Cap nur noch 9,27 Millionen Dollar übrig geblieben sind. Ein Bonus über mehr als 20 Millionen Dollar, selbst als Staffelung über einige Jahre, erscheint somit unwahrscheinlich.

Gut für Wilson: Im nächsten Jahr wird der Salary Cap um zehn Millionen Dollar erhöht. Ein Vertrag, in dem garantierte Bonuszahlungen in den späteren Jahren seines neuen Arbeitspapiers festgehalten werden, könnte für den Quarterback der Seahawks wohl ausreichen.

Zumindest eines ist sicher: Der Druck lastet eher auf Russell Wilson als auf den Seattle Seahawks.

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