London - München, Frankfurt oder Düsseldorf – zwischen diesen drei Städten entscheidet sich in den kommenden Monaten also, an welchem Standort in Deutschland die NFL Spiele austragen wird.

"Und das zu 95 Prozent schon im kommenden Jahr 2022", wie Sebastian Vollmer, durchblicken lässt.

Der deutsche Ex-Profi und zweimalige Super-Bowl-Champion arbeitet für dieses große Projekt ganz eng mit der NFL zusammen und ist in sämtliche Entwicklungen involviert. Am Rande des "NFL International Combines" im Londoner Tottenham Stadium verrät Vollmer im Gespräch mit ran: "Insgesamt haben sich zwischen 13 und 16 Städte für die Austragung des Spiels beworben, davon sind nun eben München, Düsseldorf und Frankfurt übrig geblieben." Vollmer erklärt, "[...] dass wir bei diesen Städten das meiste Potenzial sehen, ein NFL-Spiel austragen und auch alle weiteren Anforderungen stemmen zu können."

NFL will langfristige Partnerschaft

Die NFL ist an einer langfristigen Partnerschaft interessiert und möchte, dass der neue Standort der Liga eine Art "Rundum-Paket" zur Verfügung stellt. In etwa so wie in London: Dort gibt es für American-Football-Spieler eine Akademie, die den Talenten im besten Fall den Weg ans College ebnen soll.

Die NFL will Deutschland endgültig als neuen Markt erobern. Inklusive einem offiziellen "NFL Germany Office" mit einem eigenen "Head Of Germany". 

Es wird also wirklich ernst – und die NFL macht direkt Nägel mit Köpfen. "Wir gehen jetzt mit den drei Städten in die weitere Analyse und werden dann entscheiden, wer das NFL-Spiel in Deutschland am Ende bekommt", sagt Vollmer. Auf die Frage, wann diese Entscheidung denn fallen wird, grinst er verschmitzt und ergänzt: "Ich würde mir dafür mal den Super Bowl markieren. Um diesen Zeitraum herum soll es dann endgültig feststehen."

Viele NFL-Teams wollen in Deutschland spielen

Es bleibt also spannend. Ebenso wie die Frage nach möglichen Teams, die in Deutschland aufeinander treffen könnten. "Es haben sich sehr viele NFL-Teams darum beworben, als erstes in Deutschland spielen zu dürfen", erklärt der zweimalige Super-Bowl-Champion, "darunter auch die Patriots und die Seattle Seahawks, also Teams, die in Deutschland bei den Fans sehr beliebt sind. Wer er dann am Ende wirklich wird, muss man noch abwarten."

Geduld ist also angesagt. Doch der Football ist endgültig ins Rollen gekommen - und rund um den Super Bowl werden dann alle NFL-Fans in Deutschland endlich wissen, wohin sie im Herbst 2022 reisen müssen, um ihre Helden live zu sehen.

Aus London berichtet: Dominik Hechler

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