Die Indianapolis Colts um Quarterback Andrew Luck stehen in der NFL Division... - Bildquelle: Getty Images/ran.deDie Indianapolis Colts um Quarterback Andrew Luck stehen in der NFL Divisional Round © Getty Images/ran.de

München - Knapp drei Wochen sind es jetzt noch bis zum Super Bowl in Atlanta (3. Februar ab 22:45 Uhr live auf ProSieben und ran.de) und der Kreis der Favoriten wird immer kleiner. Das vergangene Wochenende hatte einige Überraschungen parat: Die Houston Texans gingen mit wehenden Fahnen unter, die Baltimore Ravens bekamen die PS nicht auf die Straße und somit regelrecht die Hufe voll. 

Der Geheimfavorit vieler, die Chicago Bears, mussten auch schon die Segel streichen. Die Divisional Round verspricht am Samstag und Sonntag (Samstag ab 22:20 Uhr auf ProSieben, ProSieben MAXX und ran.de) tollen Football und vor allem jede Menge Spannung.

Kansas City Chiefs – Indianapolis Colts (Samstag, ab 22:20 Uhr live auf ProSieben und ran.de)

Die Colts haben am vergangenen Wochenende mehr als eindrucksvoll gezeigt, zu was sie fähig sind. Quarterback Andrew Luck und seine Offensive haben einer über die Saison mehr als guten Texans-Defensive regelrecht ihren Willen aufgezwungen. Das Team von Coach Frank Reich hat die Verteidigung um J.J. Watt teilweise vorgeführt. 

Bei Indianapolis stimmt das Gesamtpaket – das Passspiel funktioniert, das Laufspiel läuft und die Defensive arbeitet richtig stark. Die Ausgewogenheit zwischen Andrew Lucks Passspiel und dem kreativen Laufspiel kann der Schlüssel zu einem erneuten Auswärtssieg der Colts sein. 

Das Problem ist nur: Die Chiefs-Offense ist wie von einem anderen Stern. Mit der Kreativität von Chef-Trainer Andy Reid, der Unberechenbarkeit von Super-Quarterback Patrick Mahomes und der Lautstärke der Fans im Arrowhead-Stadium hat Kansas City die wesentlich besseren Trümpfe in der Hand. 

Zudem ist der Pass-Rush der Chiefs in den letzten Wochen auch richtig gut geworden, und wenn der am kommenden Wochenende funktioniert, wird das kein leichter Arbeitstag für den potentiellen Comeback-Player des Jahres Andrew Luck. 

Los Angeles Rams – Dallas Cowboys (in der Nacht zu Sonntag ab 01:55 Uhr, live auf ProSieben und ran.de)

Jared Goff gegen Dak Prescott - diese zwei Quarterbacks haben eine Sache gemeinsam: Beide haben die besten Running Backs der Liga hinter sich, wobei der Ballträger der Rams, Todd Gurley, in dieser Saison für mich persönlich wesentlich mehr heraussticht als sein Pendant aus Dallas, Ezekiel Elliott. Beide sind aber in der Lage mit ihren Läufen ein Spiel zu entscheiden und auch zu drehen. Da werden die Defense-Koordinatoren beider Teams gefragt sein, um dem einen Riegel vorzuschieben.

Der große Unterschied zwischen den Quarterbacks Goff und Prescott: Beide Spielmacher haben eine recht unterschiedliche Saison erlebt. Der Rams-Spielmacher überragte zu Beginn alle, wurde dann allerdings von Woche zu Woche schwächer. Bei Prescott lief es genau umgekehrt.

Ich persönlich ziehe meinen Hut vor Prescott, weil er Biss hat und in entscheidenden Momenten wie zum Beispiel dem Lauf bei 3 und 14 letzte Woche einfach mal das Schicksal des Teams in seine eigenen Hände nahm. Dieser Biss und Wille haben mir bei Goff in den letzten Wochen gefehlt. 

Es wird aber kein leichter Tag für die Cowboys. Vielleicht ist es ein Vorteil, dass sie in der letzten Woche gespielt haben und im Rhythmus sind. Sie haben sich durch die Art ihres Sieges ein Momentum erarbeitet. Nach dem Saisonverlauf ist es eigentlich David (Dallas) gegen Goliath (Rams). Aber wenn die Cowboys es schaffen, unvorhersehbare Spielzüge auf den Rasen zu bringen, traue ich ihnen eine Sensation zu. Ansonsten sehe ich LA in der nächsten Runde. 

New England Patriots – Los Angeles Chargers (Sonntag, ab 18:00 Uhrlive auf ProSieben MAXX und ran.de) 

Jetzt wartet auf die Chargers eine der wohl schwierigsten Aufgaben in der NFL. In Foxborough zu spielen, ist wie es an der Konsole mit dem Endgegner aufzunehmen – verdammt hart. Wenn man sich die Statistiken der letzten Partien ansieht, wird klar: Sieben Niederlagen in sieben Partien ist etwas, das dem Team um Quarterback Philipp Rivers bestimmt nicht unbedingt Mut machen wird.

Die Patriots haben mal wieder die AFC East gewonnen und zum neunten Mal in zehn Jahren via Bye Week die Wild Card Round übersprungen. Wenn also einer weiß, wie Playoffs gehen, dann ist es das Duo Tom Brady und Bill Belichick. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass Brady seit 2012 kein einziges Playoff-Spiel in seinem Heimstadion verloren hat, wird klar, was für eine große Aufgabe auf die Chargers wartet. 

Aber New England ist verwundbarer geworden, als sie es in den letzten Jahren waren. Für die Chargers kann es nur einen Lösungsansatz geben: Brady unter Druck setzen und ihn in Situationen bringen, die er nicht mag. Fühlt sich der Mega-Quarterback in seiner Pocket wohl, ist er einer der besten seiner Zunft. Da kommt LA die Geschwindigkeit ihrer Pass-Rusher Melvin Ingram und Joey Bosa gerade wie gerufen. Schaffen sie es, Brady frühzeitig in seiner Komfortzone zu stören, haben die Chargers eine Chance. Aber auch nur dann! Alle Vorzeichen sind gegeben, dass wir ein richtig geiles Footballspiel sehen werden. 

Deshalb freue ich mich umso mehr, die Patriots gegen die Chargers für euch gemeinsam mit Björn Werner und Volker Schenk kommentieren zu dürfen.

New Orleans Saints – Philadelphia Eagles (Sonntag ab 22:30 Uhr live auf ProSieben und ran.de)

Der Super-Bowl-Champion hat eine Saison hinter sich, die man durchaus als holprig bezeichnen darf. Das Team aus Philadelphia lieferte aber letzte Woche gegen die Bears ab und hatte dann auch noch das berühmt-berüchtigte Quäntchen Glück. 

Jetzt geht es gegen die in dieser Saison überragenden Saints. Zumal die Pleite aus dem November, in der die Eagles sage und schreibe 48 Punkte von den Saints eingeschenkt bekamen, garantiert noch in den Köpfen der Eagles stecken dürfte. Da im Gegensatz zur letzten Partie aber jetzt alle Spieler fit und gesund sind, sind die Vorzeichen andere. Die Eagles haben jetzt oft genug bewiesen, dass sie harte Nüsse knacken können. 

Ein Mutmacher ist die Defensive der Eagles: In den letzten Wochen ließ sie im Schnitt nicht mehr als 19 Punkte zu. Entscheidend bleibt aber, wie gut Nick Foles ins Spiel findet und seine Offensive zum Laufen bringt.

Klar, es spricht eigentlich alles für die Saints und ihren Spielmacher Drew Brees. Aber irgendwie würde es zum Verlauf dieser Saison passen, wenn die Eagles wieder eine Runde weiterkommen.

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