DeAndre Hopkins wird in Zukunft für die Arizona Cardinals auflaufen - Bildquelle: getty/ran.deDeAndre Hopkins wird in Zukunft für die Arizona Cardinals auflaufen © getty/ran.de

München/Arizona - Wide Receiver DeAndre Hopkins hat sich in der immer wieder aufkommenden Diskussion um den besten Passempfänger der NFL klar positioniert: "Ich denke definitiv, dass ich der Beste bin", sagte Hopkins am Donnerstag im Podcast "Jalen & Jacoby Show" von "ESPN".

"Ich weiß, dass ich der Beste bin. Mike ist mein Junge. Ich liebe Michael (Thomas, Receiver der New Orleans Saints, Anm. d. Red.), aber er weiß, wenn ich Drew Brees die gesamte Karriere lang an meiner Seite gehabt hätte, wie meine Zahlen aussehen würden. Und auch Julio Jones (Receiver der Atlanta Falcons, Anm. d. Red.) weiß, was für Stats ich aufgelegt hätte, wenn ich in meiner ganzen Karriere mit Matt Ryan zusammengespielt hätte", so Hopkins weiter.

Planungssicherheit Under Center war für den Erstrundenpick von 2016 lange Mangelware.

 

Texans jahrelang mit Quarterback-Problemen

Von 2013 bis 2016 hat Hopkins kein einziges Spiel der Houston Texans verpasst, aber seine Zahlen waren in diesem Zeitraum inkonstant. So schaffte er es in seiner dritten Saison 2015 in den Pro Bowl und erzielte 1521 Receiving Yards sowie 11 Touchdowns.

Danach folgte jedoch eine relativ enttäuschende Spielzeit 2016, in der er nur 954 Receiving Yards und vier Scores verbuchen konnte. Ein Faktor, der für die schwankenden Leistungen durchaus mitentscheidend war: In besagtem Zeitraum spielten die Texaner "Bäumchen wechsel dich" auf der Quarterback-Position.

Insgesamt hatten die Texans von 2013 bis 2017 zehn verschiedene Starting Quarterbacks: Brock Osweiler (14 Starts), Ryan Fitzpatrick (12), Case Keenum (10), Tom Savage (neun), Brian Hoyer (neun), Matt Schaub (acht), Ryan Mallett (sechs), Deshaun Watson (sechs), T.J. Yates (fünf) und Brandon Weeden (einer) starteten über die Jahre.

Das lange Warten auf Deshaun Watson

Mit Deshaun Watson landete die Franchise dann nach lange erfolgloser Suche im Draft 2017 einen Volltreffer. Der 24-Jährige ist mit Abstand der verlässlichste Quarterback, mit dem Hopkins in Texas zusammengespielt hat - auch wenn dieser nur sechs Spiele als Rookie bestreiten konnte, nachdem er sich am Knie verletzt hatte.

Und das zeigen auch die Zahlen.

In den letzten beiden Spielzeiten, in denen Watson 31 Spiele absolvierte, fing Hopkins insgesamt 219 Pässe für 2737 Yards und 18 Touchdowns.

Die fehlende Konstanz der Quarterbacks über seine bisherige Karriere will der Star-Receiver aber nicht als Entschuldigung gelten lassen:

"Die Jungs sind definitiv gesegnet, in einer Position zu sein, in der sie während ihrer gesamten Karriere einen Pro Bowl-Quarterback an ihrer Seite hatten und mit diesem mehrere Spielzeiten verbracht haben. Aber ich beschwere mich nicht. Ich suche keine Ausreden. Ich gehe da raus und arbeite", so der 27-Jährige weiter.

Neustart mit Youngster Murray

Ab kommender Saison wird Hopkins nach dem Trade zu den Arizona Cardinals nun erstmals für ein anderes Team als die Texans auf den Platz gehen. Mit Kyler Murray, dem ersten Pick des Draft 2019 und letztjährigem Offensive Rookie of the Year, wartet nun ein weiterer vielversprechender Playmaker auf den viermaligen Pro Bowler und dreimaligen All Pro.

"Es ist großartig, mit einem jungen Quarterback, von dem ich weiß, dass er auch in ferner Zukunft noch mein Quarterback sein wird, in diese Situation zu gehen", erlaubte sich Hopkins einen kleinen Seitenhieb gegen den alten Arbeitgeber:

"Wir werden in der Lage sein, eine Chemie herzustellen, und hoffentlich bekomme ich die Chance, mehr als drei Spielzeiten mit einem Quarterback zusammenzuarbeiten. Ich glaube, das habe ich noch nicht getan. Ich bin also gespannt, wie ich mit einem beständigen Quarterback spielen kann."

Daniel Kugler

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