Der Herr der Strafen: C.J. Uzomah. - Bildquelle: imago/Icon SMIDer Herr der Strafen: C.J. Uzomah. © imago/Icon SMI

München – Als Rookie hat man es nie einfach. Oft ist man der A… vom Dienst. Der Idiot, der Rituale über sich ergehen lassen muss. Oder der den etablierten Stars Essen holen oder sie zu einem Dinner einladen muss. 

Bei den Denver Broncos bekommen die Neuen zum Beispiel traditionell vor jeder neuen Saison neue Frisuren verpasst. Es entstehen Bilder, die Mitleid erregen. Denn natürlich machen sie sofort in den sozialen Medien die Runde. Damit es auch schön peinlich ist. 

 

Bei den Cincinnati Bengals bleibt das Meiste hinter verschlossenen Türen. Was aber nach draußen dringt: Die Tight Ends haben ihren ganz eigenen Strafenkatalog.

Humor, Teambuilding und ein Trip

Es ist eine Mischung aus schrägem Humor, Teambuildung und der Finanzierung einer Reise.

Denn die Tight Ends haben untereinander ihren Spaß daran gefunden, einen für ein Football-Team üblichen Strafenkatalog – sagen wir – auszubauen. Ein Blick auf die heilige Liste wird nicht gewährt. Im Gegenteil: "Es gibt eine 1000-Dollar-Strafe, wenn man über die Strafenliste spricht", sagte C.J. Uzomah, der sich um die Strafen kümmert. Fest steht, dass viele Strafen völlig bescheuert sind.

Als er Rookie Drew Sample im Locker Room sieht, wie er TV-Interviews gibt, zählt Uzomah die Kameras und rechnet eine Strafe zusammen.

Die Rookies haben wie erwähnt sowieso einen schweren Stand. "Wenn du ein Rookie bist, kannst du für alles bestraft werden. Dafür, dass du hässlich bist oder seltsam gehst", sagte Tyler Eifert. 

Für manche Spieler kann das sehr teuer werden.

Stärkerer Zusammenhalt

Doch was sich fies anhört, funktioniert. Denn in erster Linie sollen die Strafen für einen stärkeren Zusammenhalt sorgen, so widersprüchlich das auch klingen mag. Doch keiner ist vor Strafen gefeit, selbst der Strafenmanager nicht. Uzomah musste für ein Instagram-Video inklusive Karaoke blechen – Aufmerksamkeitsheischend und damit nicht akzeptabel. 

"Es ist gut, dass er jetzt die ganze Kohle macht", sagte Eifert: "Denn er wird jedes Mal bestraft, wenn er das macht." Uzomah unterschrieb in der Offseason einen neuen Dreijahresvertrag, der rund 18 Millionen Dollar schwer ist. Damit kann er sich einige Instagram-Videos leisten.

 

Im vergangenen Jahr klappte die Geschichte so lange, bis ein Großteil der Gruppe verletzt war. Trotzdem behielt man zumindest die Tradition bei, dass man sich regelmäßig zum Essen getroffen hat. 

Mit dem gesammelten Geld aus dem Katalog unternehmen die Tight Ends übrigens am Ende eine Reise. Die Rookies dürfen sogar mit. 

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