Rams-Running-Back Todd Gurley gibt sich vor dem Super Bowl zuversichtlich. D... - Bildquelle: GettyRams-Running-Back Todd Gurley gibt sich vor dem Super Bowl zuversichtlich. Doch ist er wirklich fit? © Getty

Atlanta/München – Keine andere Personalie wird vor dem Super Bowl zwischen den Los Angeles Rams und den New England Patriots (live ab 22:45 Uhr auf ProSieben) so heiß diskutiert wie die von Todd Gurley.

Da der Star-Running-Back das NFC-Championship-Game gegen die New Orleans Saints größtenteils hinter der Seitenlinie verbracht hatte, machen sich Zweifel um sein Gesundheitszustand breit. Ist die Knieverletzung, wegen der er die letzten beiden regulären Saisonspiele verpasst hatte, doch noch nicht ganz ausgeheilt? Head Coach Sean McVay gab Entwarnung: "Er fühlt sich gut, zu hundert Prozent. Wir erwarten, dass er in dem Spiel eine große Rolle spielen wird."

Rapoport: Gurley und Anderson teilen sich die Carries auf

Genau das bezweifelt allerdings der gut informierte NFL-Network-Insider Ian Rapoport. Seine Prognose: Gurley wird im Spiel zwischen den Patriots und den Rams kein Arbeitstier sein.

Der Experte schreibt auf nfl.com: "Basierend auf einer Reihe von Faktoren, einschließlich seines Knies und seiner Konditionierung, wird erwartet, dass Gurley und die Free-Agent-Verpflichtung C.J. Anderson sich die Carries aufteilen werden. Dies war bereits beim Sieg des NFC-Titelspiels gegen die Saints der Fall und sollte am Sonntag erneut zutreffen."

Running-Back-Coach Skip Peete hatte vor zwei Wochen erklärt, dass ein Spieler eine gewisse Zeit braucht, um nach einer Verletzungsauszeit wieder den alten Fitnesszustand zu erlangen: "Wenn jemand zwei oder drei Wochen nicht wirklich trainiert hat und er plötzlich rausgehen und spielen soll, ist er nicht dazu in der Lage, 60 oder 70 Plays zu spielen."

Nachdem Gurley in der regulären Saison auf durchschnittlich 18,3 Läufe pro Spiel kam und auch im ersten Playoff-Spiel gegen die Dallas Cowboys 16 Läufe für 115 Yards zu verbuchen hatte, waren es gegen die Saints lediglich vier Läufe für zehn Yards und einen Catch für drei Yards. Immerhin: Auch ein Touchdown war dabei. Trotzdem waren die Spielanteile untypisch gering.

"Es war bedauerlich, dass er nicht die Gelegenheit hatte, den Ball so oft wie üblich zu tragen. Aber was den Passschutz angeht, hatte er ein unglaubliches Spiel", sagte Peete.

Weniger erfolgreich war Gurley als Passempfänger, wie der Trainer zugab: "Das Auffällige und Untypische für ihn waren die Drops (nicht gefangenen Bälle, Anm.d.Red.). Das überschattet wirklich wie sein Spiel meiner Meinung nach war - diese beiden Fehler. Da würde ich als Trainer eigentlich sagen: Du musst diese Plays machen."

Esume: Gurley ist der Dreh- und Angelpunkt

Unzweifelhaft ist, welch großen Einfluss der 24-Jährige auf das Spiel der Rams hat. "Todd Gurley ist auf jeden Fall der Dreh- und Angelpunkt", sagte ran-Experte Patrick Esume in der Sendung "Road to Super Bowl 2019" und fügte hinzu: "21 Touchdowns hat er gemacht. Sowohl auf dem Boden als Läufer wie auch in der Luft als Passempfänger ist er sehr gefährlich. Er wird auch im Super Bowl der Dreh- und Angelpunkt sein müssen, wenn sie die Patriots schlagen wollen. Ganz fit ist er nicht. Aber wenn er auf dem Gameday-Roster steht und umgezogen ist, dann ist er fit genug, um zu spielen."

Ob er nun aber der entscheidende Faktor im Spiel der Rams sein kann oder lediglich vereinzelt zum Einsatz kommt, wird sich erst im Spiel zeigen.

 

Denn eines ist klar: Sollte die Verletzung von Gurley schwerer sein als bislang bekannt ist, würden die Rams das nicht öffentlich zugeben. Wer möchte sich vor dem größten Spiel des Jahres schon in die Karten schauen lassen?

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