Green Bay/München – Die Tampa Bay Buccaneers sind das erste Team, das den Super Bowl im eigenen Stadion austragen wird. Die Mannschaft um Quarterback Tom Brady (280 YDS, 3 TD, 3 INT) bezwang die Green Bay Packers in einem spektakulären NFC-Championship-Game mit 31:26.

 

Die Offense der Tampa Bay Buccaneers erwischte einen guten Start. Mit einem Mix aus Laufspiel und langen Pässen marschierten sie gleich im ersten Drive über das gesamte Feld, bis Tom Brady schlussendlich einen Touchdown-Pass auf Mike Evans warf.

Die Offense der Packers hatte zunächst Probleme mit dem aggressiven Pass Rush der Buccaneers, sodass Quarterback Aaron Rodgers (346 YDS, 3 TD, 1 INT) in den ersten beiden Drives jeweils einmal gesackt wurde (insgesamt 5 Sacks). Dann allerdings haute Rodgers einen 50-Yard-Touchdown-Pass auf Marquez Valdes-Scantling raus.

Das erste Viertel endete mit 7:7.

Tom Brady glänzt mit tiefen Pässen

Die Buccaneers schlugen im folgenden Drive wieder zurück: Ein spektakulärer 52-Yard-Pass auf Chris Godwin, ein 20-Yard-Lauf von Leonard Fournette in die Endzone – schon lag Tampa Bay wieder vorne.

 

Die Packers gelangten im folgenden Drive zwar ebenfalls bis an die gegnerische 6-Yard-Linie, schafften es allerdings nicht in die Endzone, weil Rodgers drei Mal vergeblich versuchte, seinen Top-Receiver Davante Adams anzuwerfen.

Folgenschwere Interception von Rodgers

28 Sekunden vor der Halftime warf Rodgers eine Interception, die allerdings umstritten war: Sean Murphy-Bunting, der den Ball abgefangen hatte, beging eine vermeintliche Pass Interference gegen den Wide Receiver Allen Lazard. Dies hatten die Referees allerdings nicht gesehen.

Umso bitterer für die Packers, dass Brady in den letzten Sekunden vor der Halftime erneut einen tiefen Touchdown-Pass abfeuerte. Diesmal war Scott Miller die Anspielstation. Mit 21:10 für Tampa Bay ging es in die Pause.  

Packers starten mit Fumble in drittes Viertel

Green Bay hatte im dritten Viertel zunächst Ballbesitz, leistete sich dabei aber den nächsten Turnover. Aaron Jones fumbelte den Ball tief in der eigenen Hälfte, sodass Tampa Bay den folgenden Drive direkt an der gegnerischen 8-Yard-Linie beginnen konnte.

 

Erneut erwiesen sich die Buccaneers als effektiv. Gleich im ersten Spielzug bediente Brady Cameron Brate mit einem Touchdown-Pass – 28:10 für Tampa Bay. ran-Experte Patrick Esume bemängelte bei Green Bay "die Disziplinlosigkeit in der Passverteidigung."

Drei Interceptions von Brady  

Immerhin ließen sich die Packers davon nicht beirren, schlossen den folgenden Drive ebenfalls mit einem Touchdown ab und verkürzten den Rückstand auf 17:28. Nun unterlief auch dem bis dahin fehlerfreien Brady die erste Inception: Ein schwach geworfener Pass wurde von Adrian Amos abgefangen.  

Das Momentum lag nun auf der Seite der Packers. Ein Grund dafür war laut Profi und Experte Jakob Johnson, "dass die Bälle nun auf mehrere Receiver verteilt werden. Es wird nicht mehr nur noch einer angeworfen." Der Drive endete mit einem Touchdown-Pass von Rodgers auf Adams. Green Bay war somit auf 23:28 dran.

 

Green Bay versuchte eine Two-Point-Conversion. Der deutsche Wide Receiver Equanimeous St. Brown bekam den Pass von Rodgers allerdings nicht zu fassen.

 

Ende des dritten Viertels sowie Anfang des vierten Viertels warf Brady zwei weitere Interceptions, die allerdings ohne Folgen blieben. Knapp fünf Minuten vor Spielende konnte Tampa Bay den Vorsprung per Field Goal auf 31:23 ausbauen.

Field Goal statt vierter Versuch ausspielen - Fragwürdige Entscheidung der Packers

Die Packers gelangten im folgenden Drive bis an die gegnerische 8-Yard-Linie, spielten den vierten Versuch daraufhin allerdings nicht aus, sondern schossen ein Field Goal zum 26:31. "Das war die falsche Entscheidung", sagte Esume.

Dadurch bekamen die Buccaneers den Ball bei einer Restspielzeit von gut zwei Minuten wieder zurück und konnten die Uhr herunterlaufen lassen.

Im Super Bowl gegen die Chiefs oder die Bills

Am 7. Februar treffen die Buccaneers im Super Bowl (ab 22:40 Uhr live auf ProSieben und ran.de) auf die Kansas City Chiefs oder die Buffalo Bills.

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