Statement gegen Rassismus: Die Green Bay Packers wollen mehr als nur Worte l... - Bildquelle: Twitter/@packersStatement gegen Rassismus: Die Green Bay Packers wollen mehr als nur Worte liefern © Twitter/@packers

Green Bay/München - Noch dürfen die Profis der Green Bay Packers wegen der in der Corona-Krise auferlegten Beschränkungen nicht gemeinsam trainieren. Das hält das Team aber nicht davon ab, ein gemeinsames Statement zu veröffentlichen, in dem die Profis und Head Coach Matt LaFleur einen Wandel in der Gesellschaft fordern.

"Genug ist genug", heißt es in dem Clip. Und: "Nie wieder." Mit einfachen, aber ebenso unmissverständlichen Worten drücken die Stars um Aaron Rodgers, Davante Adams oder David Bakhtiari ihre Gefühle angesichts des nach wie vor allgegenwärtigen Rassismus in den USA aus.

Sie seien frustriert. Angewidert. Verlegen. Einfach müde.

"Auch ich bin ein Mensch"

Guard Billy Turner bringt es auf den Punkt: "Ich bin ein Mensch - wie jeder von euch. Mein Blut ist rot und mein Herz pumpt dieses Blut. Auch ich bin ein Mensch." Cornerback Kevin King warnt: "Der unmenschliche Mord an George Floyd ist zu einem viel zu gewöhnlichen Bild von Amerika geworden."

Safety Adrian Amos bringt seine Furcht zum Ausdruck: "Menschen, die aussehen wie ich, sollten keine Angst vor der Strafverfolgung haben."

Viel zu oft sind Afroamerikaner zu Opfern von unverhältnismäßiger Polizeigewalt geworden.

"Strukturelle Reform als gemeinsame Anstrengung"

"Wir brauchen eine strukturelle Reform, nicht nur aus der Gesellschaft heraus, sondern in einer gemeinsamen Anstrengung auch von der Strafverfolgung", fordert Tight End Marcedes Lewis.

Noch konkreter wird Quarterback Rodgers: "Veraltete Gesetze müssen geändert oder aufgehoben werden, besonders die, die sich zum Nachteil von farbigen Menschen auswirken."

Das große Problem umschreibt Wide Receiver Adams: "Rassismus wurde uns beigebracht, damit wird man nicht geboren. Lasst es uns besser machen, indem wir unsere Jugend und die Jüngeren entsprechend erziehen."

"Taten werden eher gehört als Worte"

Von LaFleur heißt es: "Wir entwickeln echte Lösungen, um wesentliche Veränderungen voranzutreiben. Die richtigen Taten werden eher gehört als die richtigen Worte." Also: Aufstehen und etwas gegen die Missstände unternehmen - und nicht nur kritisieren.

So bittet Rodgers darum, "mit offenem Herzen" zuzuhören. Center Corey Linsley macht klar: "Es ist Zeit, uns selbst zu bilden und Worten Taten folgen zu lassen." Das Team werde einstehen gegen Ungerechtigkeiten.

Bereits zuvor hatte Packers-Boss Mark Murphy erklärt, gemeinsam mit seiner Frau 250.000 US-Dollar für die Unterstützung der sozialen Gerechtigkeit in Wisconsin zu spenden. Auch aus dem Team sollen 250.000 Dollar für entsprechende Projekte zur Verfügung gestellt werden.

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