Foley Fatukasi tacklet Cam Newton zu hart, die Folge: Roughing the Passer - Bildquelle: GettyFoley Fatukasi tacklet Cam Newton zu hart, die Folge: Roughing the Passer © Getty

München/New York - Jedes Jahr im Frühling treffen sich alle 32 Besitzer der NFL Teams, um etwaige Regeländerungen zu besprechen. Diesmal allerdings virtuell.

Wie das "NFL Network" berichtet, planen die Eigner insgesamt vier Änderungen im aktuellen Regelwerk, darunter der Videobeweis bei einer spielentscheidenden Strafe.

"Roughing the Passer" demnächst überprüfbar?

Stand jetzt ist es in der NFL nicht möglich, von den Schiedsrichtern ausgesprochene Strafen mit einer roten Flagge anzufechten. Das soll sich laut dem Bericht ändern, wenn es nach den Teambesitzern geht.

Demnach soll die Strafe "Roughing the Passer", also ein illegales und überhartes Tackling gegen den Quarterback, in der kommenden Saison nach einer Challenge der Head Coaches vom Videobeweis überprüft werden können. Grund dafür sind die Häufung der Fälle und damit der Fehlentscheidungen in diesem Bereich.

Ein "Roughing the Passer" liegt vor, wenn ein Defensivspieler den Quarterback entweder weit nach dem Loswerden des Balles zu Boden wirft, mit dem vollen Gewicht auf seinem Körper landet, auf den Helm schlägt oder das Tackling an den Beinen ansetzt.

Anfechtbarkeit von "Pass Interference" hielt nur eine Saison

Vor der Saison 2018 hatten die Teambesitzer einen ähnlichen Entschluss gefasst. Aufgrund von vielen falschen "Pass Interference"-Entscheidungen war festgelegt worden, dass diese anfechtbar sind.

Allerdings funktionierte dies in der Praxis kaum, nur wenige Male wurde die Entscheidung tatsächlich nach Betrachtung am TV-Gerät geändert. "Pass Interference" ist ein illegales Hindern am Versuch eines Catches, das sowohl von der Offense als auch von der Defense begangen werden kann.

Overtime, Onside-Kicks, Interviews - weitere Vorschläge der Besitzer

Neben der Regeländerung zu "Roughing the Passer" wollen die Eigner wohl auch die Overtime-Regel verändern, wieder zum Sudden-Death-Modell zurückkehren. Demnach soll bereits ein Field Goal beim ersten Ballbesitz reichen, um das Spiel zu entscheiden.

 

Die Änderung des Onside Kicks, die schon letzte Saison ein Thema war, wird wieder aufgegriffen. Laut des Vorschlags sollen Teams neben dem Onside-Kick die Wahl haben, einen vierten Versuch über 15 Yards an der eigenen 25 Yard Linie zu überbrücken, um in Ballbesitz zu kommen.

Zu guter Letzt sollen die Buffalo Bills den Vorschlag gemacht haben, die Vorstellungsgespräche für Head Coach und General Manager-Posten zumindest bis nach den Conference Finals zu verschieben. Einigung über Deals sollen sogar erst nach dem Super Bowl möglich sein.

Dies würde die Chancen der Assistenztrainer der im Super Bowl verbliebenen Teams nicht schmälern wie zuletzt bei Eric Bienemy, Todd Bowles oder Byron Leftwich.

Welche dieser Vorschläge tatsächlich an die NFL und die Spielergewerkschaft NFLPA weitergeleitet werden, entscheidet sich Ende des Monats. Dann treffen sich die Teambesitzer erneut virtuell und beraten über die Vorschläge.

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