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München/New Yotk – Teddy Bridgewater ist einfach nur dankbar. Wenn man fast eineinhalb Jahre lang kein Football spielen konnte, weiß man die kleinen Dinge eben zu schätzen. Die Rückkehr auf das Feld zum Beispiel.

"Im Moment mache ich alles, wovon ich geträumt habe: Aufwachen und weiter Football spielen", sagte der Quarterback der New York Jets. "Das ist ein wunderbares Gefühl. Es jagt mir Schauder über den Rücken wenn ich darüber nachdenke, wie die beiden vergangenen Jahre waren."

Da war nicht viel mit Football. Im August 2016 verletzte er sich während des Trainigscamps bei den Minnesota Vikings so schwer am Knie, dass ihm sogar das Karriere-Ende drohte. Er gab nicht auf, kämpfte sich zurück, ging nach seinem Kurz-Comeback Ende 2017 als Free Agent in der diesjährigen Offseason zu den Jets.

Dreikampf um den Starter-Job

Dort wartet so etwas wie ein Scheideweg, eine interessante Wendung, eine spannende Zukunft. Der 26-Jährige kämpft gegen den 39 Jahre alten Routinier Josh McCown und Nummer-zwei-Pick Sam Darnold um die Position des Starters. "Ich fühle, dass ich gut drauf bin. Wir haben es hart angehen lassen im Camp", sagte er.

Head Coach Todd Bowles lässt sich nicht in die Karten schauen. Die einen Beobachter sehen den Rookie vorne, die anderen eher Bridgewater. Mit Einschränkungen.

Denn die großen Fragen bei ihm sind: Wie fit ist er nach einer so langen Pause? Hält das Knie? Wie läuft es im Spielbetrieb, wenn er Treffer der Defense einstecken muss? Ist er noch der Alte? Sein letztes Ligaspiel bestritt er im Januar 2016.

Heißt: Die Preseason wird bei ihm entscheidend sein, ob er möglicherweise den Platz vorerst warm hält, bis Kronprinz Darnold in absehbarer Zeit das Zepter schwingt. Die wichtigste Preseason seiner Karriere, wenn man so will.

Kommt ein Trade?

Doch auch ein Trade kommt infrage. Denn ob es sich die Jets leisten wollen, zwei 16 Millionen Dollar schwere Veteranen auf die Bank zu setzen, ist fraglich. Bridgewater ist mit seinem Sechs-Millionen-Vertrag relativ günstig.

Und bei entsprechenden Auftritten und dem Beweis seiner gesundheitlichen Tauglichkeit wohl erste Wahl, wenn ein Team in der Preseason seinen Quarterback überraschend verliert. Die Jets könnten im Gegenzug einen hohen Draftpick herausschlagen. Für Bridgewater Zukunftsmusik.

Er weiß ja für’s Erste vor allem die kleinen Dinge zu schätzen.

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