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München - Eins der Top-Duelle im frühen Slot der NFL findet in Baltimore statt. Dort empfangen die Ravens die Tennessee Titans (ab 19 Uhr live auf ran.de). Erstere haben dabei noch eine offene Rechnung.

ran.de blickt auf das Duell der beiden Teams.

Die wichtigsten Personalien und Storys

Rematch der 2019er Divisional Runde

Dass Lamar Jackson noch keinen Play-Off-Sieg in seiner Karriere vorweisen kann (0-2-Bilanz), liegt auch an den Tennessee Titans. In der letzten Postseason traf das an Nummer eins gesetzte Team der Ravens in der Divisional Round, dem Viertelfinale also, auf die Titans, die gerade die New England Patriots in der Wild Card-Runde bezwungen hatten.

Baltimore ging als Favorit ins Spiel, jedoch hatten sie keine Antwort auf Derrick Henry. 30 mal bekam Henry den Ball, 195 Yards Raumgewinn erlief der hauseigene Bulldozer der Titans. Dazu das Highlight: Aus einer Wildcat-Formation warf Henry sogar den bisher einzigen Touchdown-Pass seiner Karriere. Die Ravens werden also auf Revanche aus sein.

Lamar Jackson und die Offense

Man sollte meinen, in Baltimore ist die Welt in Ordnung. Sechs Siege aus den ersten neun Spielen ist nicht überragend, aber durchaus vorzeigbar. Intern jedoch brodelt es beim Super Bowl-Sieger von 2012.

"Die Defense weiß unsere Plays bereits vor dem Snap", monierte Quarterback Lamar Jackson kürzlich in einem Interview. Jackson ist gefrustet, denn im Vergleich zum letzten Jahr hat der 23-Jährige weniger Highlight-Plays. Die Passing Offense der Ravens ist mit 184 Yards pro Spiel im NFL-Vergleich als Vorletzter geführt. Nur die New York Jets (167 Yards/Spiel) sind schlechter.

"Lamar hat noch eine Menge zu lernen. Aber das Gute ist, er weiß das", äußerte sich Hauptübungsleiter John Harbaugh. Dennoch stagniert die Offense von Harbaugh bestenfalls.

Special Teams brechen Titans das Genick

Jeder gute Trainer im American Football weiß: Neben der Offense und der Defense ist die dritte Phase, die Special Teams, mindestens genau so wichtig für ein sauberes Spiel. Jene Special Teams waren in Woche 9 neben der ineffektiven Offense und der löchrigen Defense der Hauptgrund für die deutliche Niederlage der Titans gegen die Colts (17:34).

Nicht nur verschoss Kicker Stephen Gostkowski - mal wieder muss man sagen - ein Field Goal, der Wendepunkt im Spiel war ein geblockter Punt im 3. Quarter.

Beim Stand von 20:17 für die Colts versagte die Protection für Punter Trevor Daniel, der Punt wurde geblockt und landete für sieben weitere Punkte der Colts in der Endzone, die Vorentscheidung im so wichtigen Duell um die Krone der AFC South.

Jagd auf den Division-Sieg

Nicht nur haben beide Teams den gleichen Record mit 6-3, beide sind momentan auch auf Rang zwei ihrer Division. Während die Titans mit dem Division-Anführer der AFC South, den Indianapolis Colts gleichauf liegen, haben die Ravens drei Spiele Rückstand in der AFC North auf das letzte noch ungeschlagene Team der Liga, die Pittsburgh Steelers (9-0).

So lief's bisher

Im Regen, vielmehr Monsun, von Foxborough, Massachusetts mussten die Baltimore Ravens in Woche neun eine Niederlage gegen die New England Patriots (17:23) einstecken.

Dabei offenbarten die Ravens erneut bekannte Schwächen. Die Offense kam nicht in die Gänge und die Defense, die den Lauf erneut nicht stoppen konnte, wurde mit einem Trick-Play übertölpelt. Die zweite Niederlage in den letzten drei Partien.

Auch die Form der Tennessee Titans zeigt ganz klar nach unten. Nach einem furiosen 5-0-Start gewann das Team aus Nashville nur noch eins der vergangenen vier Spiele, nämlich das 24:17 bei den ebenfalls schwächelnden Chicago Bears.

Fantasy-Tipp: Derrick Henry

Wen, außer Derrick Henry, sollte man bei einem Spiel der Tennessee Titans sonst empfehlen? Der leading Rusher der vergangenen Spielzeit liegt auch in dieser Saison wieder auf Rang zwei hinter Dalvin Cook. Beim Spiel gegen die Ravens wird Henry aller Voraussicht nach zum dritten Mal in Folge die 1.000 Yards Rushing knacken.

Aktuell gibt es wenig Anzeichen dafür, dass die Baltimore Ravens den Lauf stoppen können. Im vergangenen Spiel in New England ließen die Ravens 173 Rushing Yards zu, die meisten von second year Running Back Damien Harris (121 Yards, 5,5 Yards pro Lauf), der, bei allem Respekt, nicht so gut wie Derrick Henry ist.

Jener Henry hat an die Ravens und das M&T Bank Stadium schließlich gute Erinnerungen aus den letzten Play-Offs...

Kai Esser

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