Michael Roberts soll die Pats verstärken. - Bildquelle: imago/Icon SMIMichael Roberts soll die Pats verstärken. © imago/Icon SMI

München - Manchmal stehen gewisse Dinge schon vorher fest. Dass die New England Patriots keinen gleichwertigen Ersatz für Rob Gronkowski finden würden, zum Beispiel. Das war klar. Zumindest würde es nicht einfach werden.

Einen 1:1-Ersatz hat der Super-Bowl-Sieger trotz verzweifelter Suche bislang auch nicht gefunden. Die Lücke, die Gronk hinterlassen hat, klafft noch immer im Kader. Und das wird sich in dieser Offseason wohl auch nicht mehr ändern.

Die Lücke klafft

Heißt: Die Tight-End-Position bleibt eine Baustelle. Die wird, so gut es geht, Stück für Stück zugeschüttet. 

Neuester Versuch: Michael Roberts, den die Pats für einen Siebtrundenpick 2020 von den Detroit Lions loseisen. Der 25-Jährige wurde 2017 in der vierten Runde an 127. Stelle gedraftet. In zwei Jahren fing er 13 Bälle für 146 Yards und drei Touchdowns, wurde aber auch immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen.

Bemerkenswert: Die drei Touchdowns fing er allesamt in der vergangenen Saison, und das bei nur neun Passfängen. Starke Quote. Nachhaltig überzeugte er aber nicht, weshalb bei den Lions für ihn kein Platz mehr war.

Und klar: Ein neuer Gronkowski ist auch er natürlich nicht, er wird zumindest für mehr Breite im Kader sorgen. Trotzdem kann er in einem übersichtlichen Depth Chart um den Platz als Nummer eins kämpfen, er bringt Athletik und gute Fangqualitäten mit. Vielleicht entpuppt er sich unter Head Coach Bill Belichick aber auch als langfristige Lösung.

Nach der Entlassung von Austin Seferian-Jenkins gilt Ben Watson als Starter, der 38-Jährige ist jedoch die ersten vier Spiele gesperrt. Solange sind neben Roberts noch Matt LaCosse und Stephen Anderson die Top-Optionen der Pats auf der Position. Berauschend ist das nicht.

LaCosse kommt in 22 Spielen auf 27 Catches für 272 Yards und einen Touchdown. Anderson schaffte in 28 Spielen 36 Receptions für 435 Yards und zwei Touchdowns.

Nicht überragend

Das ist und bleibt nicht überragend. Dahinter lauern noch Ryan Izzo und Andrew Beck. Izzo geht in sein zweites Jahr, verpasste das erste verletzungsbedingt komplett. Beck ist ein Undrafted Rookie. Eine Truppe Verstoßener und Unbekannter auf einer Position, die einmal das geringste Problem der Patriots war.

Aktuell hat LaCosse in der Vorbereitung Platz eins erobert. "Er ist ein junger Spieler, hat Talent, er hat schon gespielt und hat noch Potenzial", sagte Belichick: "Wir werden sehen, wie es in unserem System funktioniert."

Quarterback Tom Brady betonte, Tight End müsse "eine Position der Stärke" bleiben, "auch wenn es nicht nur ein Spieler ist, sondern mehrere, die verschiedene Rollen ausfüllen". 

Darauf wird es wohl hinauslaufen. Und im Grunde stand das schon vorher fest.

Andreas Reiners

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