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München - Mit Pittsburgh kam genau der richtige Gegner zum Saisonauftakt ins Gillette Stadium. Durch den Triumph in Super Bowl 53 zogen die New England Patriots nämlich mit den Steelers gleich hinsichtlich der meisten Franchise-Titel in der NFL. Feierlich wurde vor dem Spiel das Banner mit dem sechsten Super-Bowl-Titel der Pats enthüllt und den Steelers so direkt vor Augen geführt, dass sie nicht länger alleine die Pole Position innehaben. Right in your face, Pittsburgh!

Auf dem Feld ging das Leiden für die Steelers dann erst richtig los. Mickrige drei Zähler brachten Ben Roethlisberger und Co. in 60 Minuten zustande; Pittsburgh wurde nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen.

 

Das neue Team von Antonio Brown dominierte das alte Team von Antonio Brown auch ohne Antonio Brown. Verantwortlich dafür war wieder einmal der "Benjamin Button der NFL", wie ihn "ESPN" nannte: Tom Brady. Die fiktive Hollywood-Figur Benjamin Button lebte sein Leben im Film rückwärts. Soweit ist es bei Brady nicht, aber der Pats-Quarterback wird wie Button gefühlt Jahr für Jahr jünger. Drei Touchdown-Pässe, 341 Interception-freie Yards - die Stats gegen Pittsburgh waren tadellos.

Papa Brady: "Tommy war nie besser"

Doch vielmehr die Art und Weise von Bradys Auftritt hinterließ Eindruck. Auch mit 42 Jahren ist Brady noch immer in der Lage, Höchstleistungen abzurufen. "Er war nie in einer besseren körperlichen Verfassung. Eigentlich ist alles besser: sein Arm, sein ganzer Bewegungsablauf und auch seine mentale Stärke", sagte Vater Tom sr. nach der Gala gegen Pittsburgh.

Von der Steelers-Defense blieben am Ende nur Fetzen übrig und das, obwohl dort der hoch gehandelte First-Round-Pick Devin Bush sein Debüt im Pittsburgh-Trikot gab. Ironie am Rande: Vor 19 Jahren wurde dessen Vater Devin jr. mit den Cleveland Browns von Bradys Patriots versohlt – am Saisonende holte New England seinen ersten Super Bowl.

Den 33:3-Sieg analysierte gewohnt nüchtern. "Unsere Defense war stark und ein paar Jungs haben tolle Plays gemacht. Aber wir waren alles andere als perfekt. Es gibt in jedem Bereich unseres Spiels Luft nach oben, wir haben viel Verbesserungspotential", sagte er anschließend.

Mit 45 ist frühestens Schluss

Doch im Gegensatz zur letzten Saison, als die Patriots mit einem mühevollen Sieg gegen Houston in die Saison starteten und in Week 2 und 3 zwei empfindliche Pleiten gegen Jacksonville und Detroit kassierten, scheint der Champion in diesem Jahr von Beginn an voll da zu sein. Und mit ihm der Quarterback.

"Es gibt 300 Millionen Amerikaner, die Football lieben, egal ob sie Patriots-Fan sind oder nicht. Und alle 300 Millionen Amerikaner schütteln den Kopf über die Leistung von Tommy", sagte Papa Tom sr.

Der Ankündigung seines Sohnes, bis mindestens 45 professionell Football spielen zu wollen, hat Brady nichts entgegenzusetzen - im Gegenteil. "Ich bin mir sicher, er kann auch noch mit 47 spielen. Ihm sind keine Grenzen gesetzt. Wenn er will, kann er noch 5,6 Jahre weiterspielen."

Brady hört sofort auf, wenn...

Sollte er aber auch nur einen Hauch nachlassen, wäre die Karriere vorbei. "Tommy wird sofort aufhören, wenn er merkt, dass er nicht mehr sein gewohntes Niveau erreichen kann", sagte Brady sr., schob aber gleich hinterher: "Es deutet nichts darauf hin, dass dem in naher Zukunft so sein wird."

Die Patriots gehören spätestens seit Sonntagabend wieder zum absoluten Favoritenkreis auf den Gewinn des nächsten Super Bowls und mit Antonio Brown wird das Team sicherlich nicht schlechter werden. Kommendes Wochenende gastiert New England in Miami, wo angeblich die halbe Mannschaft flüchten will nach dem Debakel in Baltimore.

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