Enttäuscht, aber optimistisch: Tom Brady. - Bildquelle: 2019 Getty ImagesEnttäuscht, aber optimistisch: Tom Brady. © 2019 Getty Images

München – Erleben die New England Patriots einen kleinen Winterblues? Eine Mini-Verstimmung? Oder doch eine ausgewachsene Krise? Ist die Situation ein Hinweis, dass das Team 2019 vielleicht doch nicht gut genug ist für den Super Bowl?

Was es auf jeden Fall ist: Die übliche Hysterie um die Patriots, ob nun positiv oder negativ, immerhin steht der Super-Bowl-Champion bei einer 10:2-Bilanz. Andere Teams würden da bereits den Champagner ordern.

Die Pats lecken nach der 22:28-Schlappe bei den Houston Texans aber ihre Wunden. Müssen sich mit der (teilweise berechtigten) Kritik auseinandersetzen, vor allem der Kritik an der Offense um Quarterback Tom Brady. Natürlich kommen auch wieder die Hinweise auf sein Alter, wie sie immer kommen, wenn es mal nicht läuft. 

Doch gewisse Zahlen sind nicht von der Hand zu weisen, wie die schwache erste Halbzeit in Houston, als er nur 7 seiner 19 Passversuche für 82 Yards Raumgewinn an den Mann brachte. Laut "ESPN" war es die schlechteste Completion Percentage in einer ersten Halbzeit in Bradys Karriere. 

Die Patriots scheinen ein wenig ratlos zu sein, jetzt, wo es auf die heiße Phase zugeht. "Ich glaube nicht, dass es eine echte Zauberformel gibt. Es gibt kein magisches Play, das man nimmt und es funktioniert", sagte Brady, der betonte, es komme auf das Vertrauen untereinander an, doch es sei eine Sache, es zu sagen, es sei aber wiederum eine andere, es zu tun: "Wir kämpfen uns durch diese Dinge wie andere Teams auch."

Fehlt die Lockerheit?

Brady deutet an, dass den Patriots möglicherweise ein wenig die Lockerheit fehlt. Es setzte zwar nur zwei Niederlagen, einigen Siegen fehlte aber auch das Souveräne vom Saisonbeginn, viele Dinge wirkten verkrampft. 

 

"Ich weiß, dass wir uns so oft auf Ergebnisse konzentrieren, und ich denke, man kann viel aus Siegen und Niederlagen ziehen", sagte Brady. "Aber wenn man sich immer auf die Ergebnisse konzentriert, kann es manchmal passieren, dass man aus der Spur gerät." 

Die Buffalo Bills schicken sich an, Platz eins in der AFC East anzugreifen, sie stehen bei 9:3. Am 14. Spieltag wartet zudem in den Kansas City Chiefs wieder ein harter Brocken, ein Super-Bowl-Anwärter mit Patrick Mahomes, dem letztjährigen MVP. Derr nächste Fingerzeig, wohin die Reise für die Patriots gehen könnte.

Wenn 42 Jahre einen Vorteil haben, dann ist es zweifellos die Erfahrung. Und die damit verbundene Gelassenheit. Brady kann keine Prognose abgeben, verweist auf den Plan, den man habe und die zweifellos immer noch ausgezeichnete Ausgangsposition. Man darf nicht vergessen: Vor dem Super-Bowl-Sieg schlossen die Patriots die Regular Season mit einer 11-5-Bilanz ab, auch da war noch lange nicht alles Gold, was glänzte.

"Große Chance vor uns"

Deswegen müssen jetzt ein paar allgemein Durchhalteparolen reichen. "Wir müssen weiterhin die Dinge tun, die eine Stärke von uns waren, und die Dinge beseitigen, die es vielleicht nicht waren", sagte er: "Es ist leicht, über das letzte Spiel zu sprechen, aber dies ist eine sehr herausfordernde Liga und es ist schwierig zu gewinnen. Wir haben eine große Chance vor uns und ich freue mich auf das, was wir vor uns haben."

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