Tom Brady. - Bildquelle: imago images/Icon SMITom Brady. © imago images/Icon SMI

München – Lamar Jackson sagte es in dieser Saison. Deshaun Watson auch. Der wollte sogar noch schnell ein Trikot, solange es noch geht. Und noch unzählige andere verneigten sich vor ihm. 

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"GOAT". Greatest of all Time. Der Größte aller Zeiten. Mehr Lob geht nicht. Eine Auszeichnung, die sich Tom Brady fraglos verdient hat. 

Das Problem: Der Quarterback der New England Patriots hat da gar keinen Bock drauf.

"Ich hätte es lieber, wenn man mich beleidigt oder so", sagte er vor demSpiel gegen die Kansas City Chiefs am Sonntag (ab 22.25 Uhr live auf ProSieben MAXX und ran.de) im Interview mit "E! News". Das hatte er unmittelbar nach seinem sechsten Super-Bowl-Sieg im Februar schon einmal verraten. Ihm ist das ganze Lob unangenehm. Diesmal erklärte er die Gründe für die Schüchternheit im Umgang mit dem eigenen Ruf etwas ausführlicher. 

Denn sein Erfolg fußt nicht nur auf seinen eigenen Leistungen. Ihm werden andere Menschen dadurch zu wenig gewürdigt. "Es gibt viele wichtige Leute in meinem Leben. Ich denke, von jeder Person, mit der ich etwas zu tun hatte, habe ich etwas gelernt."

Und: GOAT impliziert Perfektion. Ein Zustand, von dem er sich noch ein gutes Stück entfernt sieht Brady: "Ich versuche mein Bestes. Und ich bin ganz sicher nicht perfekt."

Lieber vor 80.000 als ein Interview

Apropos schüchtern. Nicht nur Lob, auch Interviews sind nicht so das Ding für den 42-Jährigen. Auch wenn er als "GOAT" natürlich alle naselang ran muss. Aber: "Ich werfe lieber vor 80.000 Menschen einen Football", gibt er zu.

Denn: "Ich bin viel vorsichtiger gegenüber den Medien geworden, weil alle suchen und sagen: 'Erwischt. Du hast es so gesagt!' Ich respektiere mein Privatleben, weil es für mich sehr wichtig und heilig ist."

Gerade im heutigen Zeitalter sei es sehr knifflig, sagte er: "Was ist zu viel Aufmerksamkeit für die Menschen? Jetzt kann jeder alles zeigen, und das ist nicht meine Persönlichkeit, weshalb ich das nicht mache." Er ist auf Instagram und seit einiger Zeit auch auf Twitter sehr aktiv, kann dort aber natürlich steuern, was er sagt und zeigt. 

"Aber ich bin zu diesem Zeitpunkt aufgrund meiner Karriere eine öffentliche Person, aber es gibt immer noch Dinge, die ich einfach für mich behalten möchte, damit ich sie genießen kann, ohne sie mit anderen zu teilen."

Das Geheimnis der Ehe mit Gisele

Zu seinem Privatleben gehört auch seine Ehefrau Gisele Bündchen. Was auffällt bei den beiden: Keine negativen Schlagzeilen, keine Skandale. 

Das Geheimnis? Ja, Brady verrät es. Es lautet: "CCC". Die goldene Rehe-Regel. "Clear Current Communication". 

Heißt: klare und aktuelle Kommunikation. "Klar" soll bedeuten: "Genau so fühle ich mich." Und aktuell bedeute, dass man nicht Dinge zum Thema macht, die "vor sechs Monaten passiert" seien. "Man kommuniziert miteinander. Ich denke, das hat uns sehr geholfen", so Brady. 

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