Tom Brady: Zwischen den Zeilen warme Worte für Antonio Brown. - Bildquelle: GettyTom Brady: Zwischen den Zeilen warme Worte für Antonio Brown. © Getty

München - Tom Brady hatte sich alle Mühe gegeben. Die Situation war für Antonio Brown ja bereits bei seiner Ankunft bei den New England Patriots nicht einfach.

Doch dann überschlugen sich die Ereignisse nochmals, was angesichts seiner actionreichen Offseason bei den Oakland Raiders eine Leistung ist. 

Doch Brown bestimmte wegen angeblicher sexueller Übergriffe und daraus resultierenden Klagen weiterhin die Schlagzeilen. Sein sportlich starker Einstand inklusive Touchdown am 2. Spieltag gegen die Miami Dolphins ging da fast schon unter.

Trotzdem stand Brady seinem Receiver zur Seite, unterstützte, lobte und versuchte, ihm die Eingewöhnung zu vereinfachen.

 

Doch nach nur elf Tagen war der Spuk schon wieder vorbei, am vergangenen Freitag hatten die Pats genug und trennten sich von ihrem Skandalprofi. Wie es heißt, fand das nicht unbedingt die volle Zustimmung unter den Teamkollegen. Brown hat inzwischen das Ende seiner NFL-Karriere angekündigt.

Doch die Patriots wären nicht die Patriots, wenn man nach außen nicht zu der Entscheidung von Besitzer Robert Kraft und Head Coach Bill Belichick stehen würde.

"Schwierige Situation"

Doch man muss nicht einmal groß zwischen den Zeilen lesen, um die Töne zu hören. Wie bei Quarterback-Superstar Brady zum Beispiel. "Ich habe eine Menge persönlicher Gefühle, von denen ich keine wirklich teilen möchte. Das ist es. Es ist eine schwierige Situation. So fühle ich mich", sagte er. Würde er die Entscheidung zu 100 Prozent teilen, hätte er das wohl auch so mitgeteilt. 

Stattdessen wurde er philosophisch, sprach über seine generelle Beziehung zu Teamkollegen. Wie wichtig sie ihm ist, ist hinlänglich bekannt und an den Verhältnissen zu Stars wie Rob Gronkowski oder Julian Edelman abzulesen.

"Meine Teamkollegen liegen mir sehr am Herzen. Ich habe im Laufe der Jahre viele gehabt, und du investierst nicht nur deinen Kopf, sondern auch dein Herz. Du investierst deine Seele. Das macht ein großartiges Team aus", sagte er.

Das Liebenswerte am Sport seien daher die Beziehungen, die er aufbauen könne, weil sie bedeutungsvoll für ihn seien, so Brady: "Philosophisch gesprochen ist es das Herz meines Lebens. Es geht um gute Beziehungen und darum, Leute mit unterschiedlichem Hintergrund kennenzulernen. Es bringt uns alle auf so viele Arten zusammen. Leute, die mich kennen, wissen, wie optimistisch ich bin, und kennen meine Überzeugung, dass Positivität und Optimismus eine Menge Dinge überwinden können."

Verklausulierte Kritik?

Worte, die man gut und gerne auf Brown und dessen Situation anwenden kann. Verbunden mit Bradys verklausulierter Kritik, dass man Teamkollegen helfen, zu ihnen stehen muss. Oder anders gesagt: Es scheint, als hätte Brady es lieber gesehen, wenn sich die Patriots deutlicher und noch etwas länger vor Brown gestellt hätten.

Brady: "Es gibt viele Dinge, die dem im Weg stehen. Wir haben eine Kultur, in der über Leute schnell ein Urteil gefällt wird. Wir wollen die Leute so schnell verunglimpfen."

Sein Gefühl sagt ihm: "Je mehr man sich um Menschen kümmert, je mehr man Menschen liebt, desto mehr Freude findet man in seinem Leben, desto besser ist unsere Gesellschaft, desto besser sind unsere Gemeinschaften, desto besser sind unsere Teams, desto besser sind unsere Familien."

Du willst die wichtigsten NFL-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Notifications für Live-Events.

Hier geht es zum App-Store zum Download der ran App für iPad und iPhone.

Hier geht es zum Google-Play-Store zum Download der ran App für Android-Smartphones

US-Sport-Videos

US-Sport-News

Die nächsten Spieltage

NFL 2019 / 2020