Robert Kraft will Tom Brady behalten. - Bildquelle: 2019 Getty ImagesRobert Kraft will Tom Brady behalten. © 2019 Getty Images

München - Auch Tom Brady erlebt in der NFL noch Premieren. Völlig frei sein gehört dazu.

Free Agent ist das Zauberwort. Komplett ohne Einschränkungen.

Erstmals Free Agent

Heißt: Er kann seine Zukunft selbst bestimmen, selbst verhandeln. Doch das ist neu für ihn. Und weil Bradys 20. Saison gerade mit einem Paukenschlag - dem Playoff-Aus in der Wild Card Round gegen die Tennessee Titans - abrupt und überraschend früh zu Ende ging, ist der 42-Jährige noch unschlüssig.

Das Aus ist nicht neu, kam aber in den vergangenen Jahren selten so früh vor. Das muss erst einmal verdaut werden.

 

Klar ist aber immerhin, und da beendet er alle Spekulationen recht deutlich, dass er nicht an einen Rücktritt denkt: "Ich liebe es, Football zu spielen", sagte er bei "NBC". 

Brady betonte: "Ich möchte weiterhin Football spielen. Ich kann immer noch auf Titelniveau spielen. Ich muss es einfach machen. Ich bin motiviert, wieder zu arbeiten und zu trainieren."

Fragt sich nun nur noch, wo? Auch in seinem 21. Jahr bei den New England Patriots? Das bleibt unklar.

"Ich werde mir die Möglichkeiten anschauen, die sie mir bieten", sagte er und ließ damit durchblicken, dass er einen Verbleib nicht ausschließt, einen Abschied allerdings auch nicht.

Kein Plan B

Im Moment hat er keinen Plan B, doch das will zu diesem Zeitpunkt nichts heißen, denn bis er sich entscheiden muss, ist es noch ein wenig hin: Zwischen dem 16. und 18. März sind Verhandlungen mit angehenden Free Agents erlaubt, am 18. März beginnt offiziell das NFL-Jahr 2020 und damit die Free Agency.

Klar: Spekuliert wird schon jetzt. Als mögliche neue Arbeitgeber werden zum Beispiel die Tennessee Titans oder die Los Angeles Chargers gehandelt.

Brady gibt sich entspannt: "Falls es die Patriots werden, großartig. Falls das nicht funktioniert, keine Ahnung. Mal sehen."

Im Grunde spricht aber nichts dagegen, frühes Playoff-Aus und enttäuschende Saison hin oder her, dass die erfolgreiche Ehe ins 21. Jahr geht - zumindest wenn man den Worten von Patriots-Besitzer Robert Kraft Glauben schenkt.

Denn der Milliardär hat nur zwei Wünsche: Brady bleibt. Oder er hört ganz auf.

Dabei gibt er seinem Superstar freie Hand bei der Entscheidung. Oder anders gesagt: Er rollt ihm den roten Teppich aus, kämpft um sein Aushängeschild.

Kraft hofft: Brady bleibt oder hört auf

"Meine Hoffnung ist:  Erstens, er spielt für die Patriots. Oder zweitens, er geht in Ruhestand", sagte Kraft. "Er hat die Freiheit zu entscheiden, was er tun möchte und was in seinem eigenen Interesse liegt."

 

Dabei weiß Kraft, dass es viele Quarterbacks gab, die am Ende ihrer Karriere noch einmal woanders gespielt haben. "Er ist so besonders, dass er sich das Recht verdient hat, das zu tun, was das Beste für ihn ist. Aber ich hoffe und bete, dass wir in seine Pläne passen", sagte Kraft.

Dass es für Brady weitergehen soll, steht im Grunde fest.

Wo, das wissen wir voraussichtlich am 18. März.

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