Einer der Top-Prospects beim Draft 2020: Quarterback Tua Tagovailoa - Bildquelle: imago images / ZUMA PressEiner der Top-Prospects beim Draft 2020: Quarterback Tua Tagovailoa © imago images / ZUMA Press

München/Nashville - Quarterback Tua Tagovailoa nahm am Donnerstag an einem einstündigen Privattraining anstelle des wegen des Coronavirus entfallenen traditionellen Pro Days teil.

Der ehemalige College-Star aus Alabama durchlief dabei 55 geskriptete Wurfübungen sowie weitere 20 Würfe in einem dynamischen Drill. Er warf dabei zu seinem ehemaligen Teamkollegen von den Crimson Tide und ebenfalls prognostizierten Erstrunden-Draftpick Jerry Jeudy sowie Vanderbilts Kalija Lipscomb.

Der ehemalige NFL-Quarterback Trent Dilfer half bei der Durchführung des Trainings, das in einem privaten Fitnessstudio in Nashville mit weniger als zehn anwesenden Personen durchgeführt wurde, um die Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien zu befolgen, die während der Coronavirus-Pandemie festgelegt wurden.

Ein Video des Trainings wird vor dem Draft (23. bis 25. April, live auf ProSieben MAXX und ran.de) an alle 32 NFL-Teams geschickt. Beim Draft wird der Quarterback mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in den Top 10 der ersten Runde ausgewählt werden.

Tagovailoa hatte Glück im Unglück

Das Workout fand eine Woche, nachdem sich Tagovailoa einer freiwilligen medizinischen Nachuntersuchung seiner Hüfte unterzogen hatte und deren Ergebnisse "überwältigend positiv" waren, statt. Tagovailoa erlitt in der vergangenen Saison eine Hinterwandfraktur sowie eine ausgerenkte Hüfte und wurde im November operiert.

Die behandelnden Chirurgen hätten bei der Nachuntersuchung festgestellt, "dass der Gesundheitszustand von Tua in Ordnung ist und dass es keinen Rückfall geben wird", erklärte sein Berater Leigh Steinberg.

Einer der behandelnden Ärzte erklärte laut "ESPN", dass die spezifische Anatomie Tagovailoas ihm in einem weiteren Aspekt tatsächlich geholfen habe. Ein Nerv, der zur Stärkung der Gesäßmuskeln beiträgt, kann bei dieser Art von Verletzung beschädigt werden.

Glücklicherweise befindet sich dieser Nerv beim Quarterback von Natur aus in einer etwas anderen Position, sodass er vollständig intakt geblieben war und eine deutlich schwerwiegendere Verletzung deshalb vermieden wurde.

Somit wird der 22-Jährige spätestens zum Training Camp in der Vorbereitung auf die neue Saison wieder komplett genesen sein.

Daniel Kugler

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