Antonio Brown im Trikot seines letzten Teams, den New England Patriots - Bildquelle: imago images/ZUMA PressAntonio Brown im Trikot seines letzten Teams, den New England Patriots © imago images/ZUMA Press

München – In den vergangenen Monaten hat sich Antonio Brown mit einem Eklat nach dem anderen seine Zukunft in der NFL verbaut. Nun hat der teamlose Wide Receiver offenbar ein Einsehen. In einem "ESPN"-Interview, das am Freitag ausgestrahlt wurde, zeigte sich der 31-Jährige reumütig: "Ich schulde der gesamten NFL eine Entschuldigung für mein Verhalten in der Vergangenheit. Ich hätte eine Menge Dinge besser machen können."

NFL-Commissioner Roger Goodell sagte unter der Woche, dass es der NFL in der Causa Brown vor allem darum gehen würde, dass es dem Sportler selbst wieder besser gehe. Worte, die bei Brown gut ankamen: "Mich hat es gefreut, dass nach 140 Tagen auch mal etwas Positives über mich gesagt wurde. Davor war ich immer nur das Krebsgeschwür der NFL."

"Anschuldigungen jedes Mal aufs Neue unfair"

Unversöhnlich stand Brown hingegen der Medienberichterstattung gegenüber. "Selbst wenn ich eigentlich unschuldig bin, bin ich für viele schon schuldig, denn sie haben es schon geschrieben, im Fernsehen ausgestrahlt und so in die Köpfe der Leute gebracht. Diese Anschuldigungen zu hören ist für mich jedes Mal aufs Neue unfair."

Die Vorwürfe der sexuellen Belästigung seiner einstigen Fitness-Trainerin und einer weiteren Frau wies er entschieden zurück: "Ich hatte nie wirklich einen Konflikt mit einer Frau. Ich sehe mich hier als Zielscheibe, jeder kann irgendetwas behaupten, dem ich mich dann stellen muss. Es gibt keine Unterstützung, keine Regeln. Jeder kann ohne Beweise alles über mich sagen." Die bestehenden Vorwürfe werde "das Gericht regeln".

"Wir brauchen alle psychologische Hilfe"

Auf die Frage, ob er psychologische Hilfe benötige, antwortete Brown: "Wir brauchen alle psychologische Hilfe."

Brown wurde wegen Querelen außerhalb des Feldes zum Saisonstart bei den Oakland Raiders entlassen. Bei den New England Patriots, die ihn kurz darauf verpflichteten, wurde er nach Bekanntwerden von Vorwürfen der sexuellen Belästigung bereits nach nicht einmal zwei Wochen wieder entlassen.

Seitdem ist Brown ohne Team und fiel immer wieder mit weiteren Eskapaden auf. So filmte er Anfang des Jahres mit, wie er seine Ex-Partnerin vor den Augen seines Sohnes wüst beschimpfte und stellte das Video auf Instagram online. Im Januar wurde Brown zudem wegen Einbruchs mit Körperverletzung, Einbruchs in ein unbewohntes Transportmittel und wegen einer Auseinandersetzung mit dem Mitarbeiter einer Umzugsfirma verhaftet.

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