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München/Jacksonville - Die Zukunftsplanungen bei den Jacksonville Jaguars schreiten weiter mit großen Schritten voran. Urban Meyer wird der neue Head Coach der Jaguars. Doch wer ist Urban Meyer überhaupt? ran.de stellt den neuen Hauptübungsleiter der "Jax" vor:

NFL-Novize mit 57 Jahren

Trotz seiner hohen und guten Reputation werden die Jacksonville Jaguars die erste Station von Urban Meyer sein. Seine bisherigen Erfolge feierte Meyer allesamt am College, als Head Coach der Florida Gators und Ohio State Buckeyes.

Von 2005 bis 2010 arbeitete Meyer bei den Gators und errang 2006 sowie 2008 die National Championship. Nachdem sich Meyer 2010 aus gesundheitlichen Gründen freistellen ließ, wurde er zur Saison 2011 Coach der Ohio State Buckeyes.

Bei den Buckeyes gewann Meyer 2015 ebenfalls die National Championship. 2019 beendete er sein Gastspiel in Ohio und nannte später erneut gesundheitliche Gründe für seinen Abschied.

Mit alten Gefährten zu den Jaguars

Offiziell ist Meyers Coaching Staff bei den Jaguars noch nicht, Albert Breer von "Sports Illustrated" will jedoch erfahren haben, wen der neue Head Coach als seine Assistenten mitbringen will. Bereits in der vergangenen Woche gab es Meldungen darüber, dass er aktuell seinen Trainerstab zusammentrommeln soll.

Dabei soll es sich laut Breer um Charlie Strong (ehem. Texas-Coach), Chris Ash (ehem. Rutgers-Coach) und Steve Addazio (akt. Colorado State-Coach) handeln. Während Strong und Addazio mit Urban Meyer bei Florida arbeiteten, war Ash einer seiner Assistenten bei Ohio State.

Wohlfühloase Jacksonville: Viele Picks, viel Geld, viel Talent

Warum sich Urban Meyer trotz offenbarer gesundheitlicher Probleme für die Jaguars entschieden hat? Vermutlich, weil es der wohl angenehmste Job der aktuell ausstehenden Head Coach-Vakanzen in der NFL ist. Ganze vier Draft-Picks haben die Jaguars in den ersten beiden Runden, darunter natürlich das Privileg, als allererstes aussuchen zu dürfen.

Dazu kommt: Die Jaguars haben mit mehr als 73 Millionen US-Dollar das höchste Cap-Space aller Teams in der kommenden Saison. Das bedeutet also: Neben den teuren, guten Rookies, kann sich Jacksonville auch auf dem Free Agent-Markt nahezu austoben.

Neben all diesen Faktoren ist der Kader der Jacksonville Jaguars auch alles andere als schlecht. Mit James Robinson haben die "Jax" einen Undrafted Rookie, der in der vergangenen Saison lieferte und kaum Geld kostet. Mit Keelan Cole, Laviska Shenault und vor allem D.J. Chark haben die Jaguars auch auf den Receiver-Positionen mehr Talent als manch' anderes Team.

Mit Meyer kann etwas entstehen

Fest steht, mit dem ersten Pick im Draft werden die Jaguars ihr Quarterback-Problem adressieren, höchstwahrscheinlich mit Trevor Lawrence. Mit guten Picks in den folgenden Runden sowie guten Free Agency-Acquisitions kann Jacksonville bereits in der kommenden Saison konkurrenzfähig sein, Beispielhaft hierfür sind unter anderem die Miami Dolphins.

Die Euphorie bei den Jaguars-Fans ist jedenfalls neu entfacht worden.

Kai Esser

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