Kann sich wohl auf erhöhte TV-Einnahmen freuen: NFL-Commissioner Roger Goode... - Bildquelle: imagoKann sich wohl auf erhöhte TV-Einnahmen freuen: NFL-Commissioner Roger Goodell. © imago

München - Während der Vertrag von Disney (ESPN) mit der NFL bereits nach der kommenden Saison endet, laufen die Verträge mit den anderen drei übertragenden Sendern NBC, CBS und Fox noch bis nach der Saison 2022. 

Einem Bericht von "CNBC" zufolge stehen die Parteien derzeit in harten Verhandlungen bezüglich der auslaufenden Deals. Die NFL wünscht sich die Verlängerungen vor dem Beginn des neuen Liga-Jahres am 17. März. 

Disney hadert bei hohem Preis für "Monday Night Football"

Aufgrund der positiven Entwicklung der Liga sowie der immer weiter steigenden Werbeeinahmen fordert die NFL dem Bericht zufolge eine Verdopplung der bisherigen Zahlungen von allen vier Sendern. Während sich NBC, CBS und Fox den Forderungen der NFL wohl beugen wollen, sträubt sich Disney bislang einer Verlängerung zu diesen Konditionen.

Der zu Disney gehörende Sender ESPN hält derzeit die Übertragungsrechte am sogenannten "Monday Night Football Game", welches als abschließendes Spiel des jeweiligen Spieltages gilt und in der Regel hohe Zuschauerzahlen aufgrund der Sonderstellung generiert. 

In einem Deal von 2011 willigte Disney ein, der NFL für die Montagsspiele 1,9 Milliarden US-Dollar pro Jahr zu zahlen. Einen kürzlich von der NFL vorgeschlagenen Deal mit der Erhöhung auf 3,8 Milliarden US-Dollar pro Jahr soll Disney entschieden abgelehnt haben. 

"Wir haben eine lange Beziehung mit der NFL. Wenn uns der Deal zusagen sollte, werden wir uns damit beschäftigen", wird Disney-CEO Bob Chapek von "CNBC" zitiert. Da NBC, CBS und Fox für weniger Geld pro Jahr mehr oder gleich viele Spiele zeigen können, ist die ablehnende Haltung von Disney durchaus nachzuvollziehen. 

NFL erfolgreich - Einschaltquoten sinken dennoch

Obwohl die fünf erfolgreichsten TV-Übertragungen im Jahr 2020 in den Vereinigten Staaten allesamt NFL-Spiele waren, zeigt der Trend seit Jahren in eine andere Richtung. Besonders in der zielrelevanten Gruppe der 18- bis 49-Jährigen fällt der Super Bowl im Fernsehen Jahr für Jahr etwas ab. 

"Wir schauen uns die Trends im Zuschauerverhalten auf lange Sicht an", sagt Chapek über die Verhandlungen. Die Forderungen von Disney sollen sich im neuen Deal deshalb auch erhöht haben. Neben einem weiteren Spiel am Montagabend für den anderen Haussender ABC fordert der "Mäusekonzern" ein Ticket für die Super-Bowl-Rotation der jährlich wechselnden Sender. 

Die anderen Sender hingegen stimmen dem Bericht nach einer Verdopplung der Entschädigung zu. Dank Fox (bislang 1,1 Milliarden US-Dollar pro Jahr), CBS (eine Milliarde US-Dollar) und NBS (960 Millionen US-Dollar) winken der NFL an dieser Stelle deutliche Mehreinnahmen im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahren. 

Als Lockmittel dient der NFL hierbei die Einführung eines möglichen 18. Spieltags ab der kommenden Saison, der im Preis bereits mehr oder weniger enthalten ist. Auch Disney würde bei Vertragsverlängerung ein zusätzliches Montagsspiel übertragen können. 

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